Spendings
Procter & Gamble kürzt erneut Werbeausgaben
Nach Coca-Cola, General Motors und Ford setzen nun auch die Konsumgüterkonzerne in den USA den Rotstift im Marketing an: Branchengigant Procter & Gamble, der schon seit längerem seine Werbespendings kontinuierlich minimiert, hält an seinem Sparprogramm fest und kürzt weiter: im vergangenen Quartal um 19,6 Prozent, beziehungsweise 135 Millionen US-Dollar.
Aber nicht nur der weltweit größte Werbungtreibende spart im Vergleich zum Vorjahr kräftig. Wie das US-Branchenmagazin AdAge meldet, haben auch die P&G-Konkurrenten Johnson & Johnson (8,6 Prozent), L'Oréal (6,6 Prozent) und Unilever (4,1 Prozent) ihre Werbespendings gesenkt. Der Grund für die Kürzungen liege unter anderem in den gestiegenen Rohstoffpreisen, den hohen Teuerungsraten sowie den gesunkenen Konsumentenausgaben.
P&G hat insbesondere in den Bereichen Magazine und TV kräftig gespart: Im Vergleich zum Vorjahres-Quartal sparte das Unternehmen 44 Millionen US-Dollar an Werbegeldern für Magazine ein, alleine im Mai dieses Jahres 144 Millionen US-Dollar für TV-Werbung.
Die schlechte Lage des US-Werbemarktes attestiert auch der kürzlich erschienene "Insider's Report on Advertising Expenditures", einem jährlich erscheinenden Ausblick auf die Werbekonjunktur. Bob Coen, auf dessen Forschungsergebnisse der Report basiert, hat darin seine Prognose für den US-Markt von 3,7 Prozent auf 2 Prozent reduziert. Und auch auf den globalen Markt weitet sich die negative Stimmung aus: Die Wachstumserwartungen von 4,6 Prozent im Dezember 2007 mussten auf 4,4 Prozent zurückgeschraubt werden.
- Marketing 28. Juli 2008: US-Werbebranche: Rezession bedroht TV-Sender
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