27.04.2009
Pharmaindustrie: Interesse an Patienten-Marketing nimmt ab
Arzneimittelhersteller agieren zunehmend zurückhaltend bei Werbeausgaben für Patientenkommunikation. Das ergab eine Umfrage von Ogilvy Healthworld Digital. Bereits zwei Mal haben die Frankfurter diese Befragung durchgeführt. Waren vor sechs Jahren noch 60 Prozent der Marketingverantwortlichen der Ansicht, Patienten-Marketing für verschreibungspflichtige Medikamente werde in den nächsten Jahren deutlich zunehmen, waren es in der aktuellen Umfrage nur noch 10 Prozent.
Auch die Investitionsbereitschaft nimmt ab: Während vor drei Jahren keiner der Befragten angegeben hatte, überhaupt nicht in Patientenmarketing zu investieren, war es in der aktuellen Umfrage bereits jeder fünfte. "Patientenbindung als wichtiger Wettbewerbsvorteil wird damit verschenkt", so das Fazit von Thomas Steenweg, Client Service Director bei Ogilvy Healthworld Digital. Der Grund für die Zurückhaltung soll in den Entwicklungen auf EU-Ebene liegen, die eine Lockerung des Werbeverbots für verschreibungspflichtige Medikamente in weite Ferne rücken lassen.
Erstmals wurde in der aktuellen Befragung nach Online-Spendings für Patientenkommunikation gefragt. Hier zeichnet sich eine vergleichsweise hohe Investitionsbereitschaft ab: Rund die Hälfte der Befragten geben 5 bis 10 Prozent ihres Marketingbudgets für Online-Patientenmarketing inklusive Suchmaschinenmarketing aus. 6 Prozent der Befragten investieren zwischen 10 und 20 Prozent des Budgets in Patientenmarketing, weitere 6 Prozent investieren sogar über 20 Prozent. jm
Auch die Investitionsbereitschaft nimmt ab: Während vor drei Jahren keiner der Befragten angegeben hatte, überhaupt nicht in Patientenmarketing zu investieren, war es in der aktuellen Umfrage bereits jeder fünfte. "Patientenbindung als wichtiger Wettbewerbsvorteil wird damit verschenkt", so das Fazit von Thomas Steenweg, Client Service Director bei Ogilvy Healthworld Digital. Der Grund für die Zurückhaltung soll in den Entwicklungen auf EU-Ebene liegen, die eine Lockerung des Werbeverbots für verschreibungspflichtige Medikamente in weite Ferne rücken lassen.
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