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24.02.2010

Social Networks

von Olaf Kolbrück,
Redakteur /Blogger

Peinliche Panne bei Xing: Testimonial-Kunden sind Mitarbeiter


Motiv aus der Testimonial-Kampagne von Xing 

Motiv aus der Testimonial-Kampagne von Xing

Peinliche Panne für Xing und die Agentur Deepblue Networks. HORIZONT-Kolumnist Spießer Alfons enttarnt die angeblichen Kunden in der Testimonial-Kampagne
„Und es hat Xing gemacht“ als Mitarbeiter des Business-Netzwerkes.
 
„Xing tritt hier mit einer ungeheuerlichen Chuzpe vor das breite Publikum: Die zufriedenen Damen und Herren in der Xing-Werbung sind nämlich allesamt … angestellte Mitarbeiter des sozialen Netzwerkes“, schreibt Spießer Alfons im HORIZONT-Blog Off-the-Record.de. In der Kampagne treten die Testimonials als Hazel A. oder Florian S. an. Ein wenig Recherche bei Xing genügt aber, um sie als Mitarbeiter des Netzwerkes zu identifizieren.
 
„Da werden Personen im Foto mit abgekürztem Namen und Berufsangabe gezeigt, die alle von positiven Erfahrungen mit Xing berichten. Sie, die bei Xing angestellt sind! Das ist so, als würden zufriedene Edeka-Kunden den Supermarkt in der Werbung loben, bei welchen es sich um Verkäufer/innen aus den Märkten handelt, ohne dass der Betrachter das erkennen kann!“ moniert Spießer Alfons.
 
Die Leser im Blog schwanken in ihren Reaktionen zwischen Empörung und Schadenfreude. Beinahe schon sachlich neutral ein Statement zu Xing in den Kommentaren: „Erstes Semester Marketing. Setzen. Sechs.“
 

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Inzwischen versucht Xing im eigenen Corporate-Blog, die Wogen zu glätten. Chief Marketing Officer Ralf Ahamer windet sich dabei ein wenig: „Sicher hätten wir im Vorfeld noch deutlicher kommunizieren können, wie die Kampagne aufgebaut ist." Kein entschuldigendes Wort dazu, dass die Konsumenten im falschen Glauben umworben wurden, dass es Kunden und nicht Mitarbeiter sind, die dort dargestellt werden. Stattdessen mit Verweis auf das „Involvement“ eine nachträgliche Rechtfertigung.: „Unsere Mitarbeiter sind hervorragende Botschafter für Xing – an ihrem Beispiel wollten wir anderen Mitgliedern zeigen, wie die Kampagne funktioniert und sie dann kurzfristig mit weiteren Testimonials ausbauen.“ Das passiert nun. Inzwischen sind auf der Microsite die ersten externen Testimonials zu sehen. ork

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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (21)
Zahnarztfrau sagte am 24.02.2010 um 14:59

Ich als Zahnarztfrau ...

Wer glaubt denn bitte schön der Werbung? Sind das alles Zahnarztfrauen, die da Perlweiss empfehlen? Heißt Klementine denn wirklich Klementine? Nein, heißt sie nicht! Ist Jogi Löw Bundestrainer? Ja, noch :-)
Carsten Rossi sagte am 24.02.2010 um 15:01

CEO

Eine Reputation als Spießer ("Und es hat XING gemacht ...") auf http://carstenrossi.typepad.com/all_for_reputation/
Nina B. sagte am 24.02.2010 um 15:10

Projektmanagerin

Da wollte wohl jemand Geld sparen (Nutzungsrechte). Hab selbst als Testimonial in einer Kampagne mitgewirkt und als Laie kann man da gut Geld verdienen... Aber die Sache hier ist mehr als peinlich und vor allem unprofessionell.
siegstyle sagte am 24.02.2010 um 15:16

UNGLAUBLICH!

Und ich dachte bis jetzt alle Testimonials in der Werbung würden wahre Aussagen und Erlebnisse schildern. Die Frau, die im Supermarkt gerade Knospers kauft ist eigentlich ein bezahltes Model? Danke, dass Spiesser Alfons uns die Augen geöffnet hat. Ein SKANDAL!
olli sagte am 24.02.2010 um 15:19

Spar-Nummer ...

Ja, erst die Modelkosten sparen, die eigenen Mitarbeiter vor den Karren spannen und dann noch im Blog auf lächerliche Art und Weise zurückrudern. Übrigens kann man im Blog keine Kommentare posten. Aus technischen Gründen. Ich lach mich weg.
KA sagte am 24.02.2010 um 15:21

Billig

Peinlich? Doch wohl eher knauserig! Haben die das Geld nicht, oder wollte sich einfach das Honorar für Models sparen. Nicht wirklich verwerflich, oder? Und wenn da ein Anspruch auf "authentische" Testimonials gewesen wäre, dann doch mit richtigem/vollem Namen - haben sie ja aber nicht. Ist doch alles im normalen Bereich und kein Aufreger, oder doch Hr. Dr. Best?
Projektierer sagte am 24.02.2010 um 15:25

...nicht unglaublich...

...sondern einfach nicht durchdacht. Sowohl der zitierte CMO, als auch der Unternehmenskommunikationsexperte kommen von AOL, da hätte man mehr Erfahrung im Krisenmanagement erwarten können.
Wolfgang Borgfeld sagte am 24.02.2010 um 15:44

Xing und falsche Identitäten

Natürlich ist es in der Konsumenten-Werbung gängige Praxis, dass Testimonials eingekaufte Darsteller sind. Aber ist Xing Persil? Ich dachte, Xing ist eine Plattform zum geschäftlichen Austausch und entsprechend authentisch. Das macht den Erfolg aus. Sobald ich es dort mit Gustav Gockels und anderen fingierten Identitäten zu tun bekomme, bin ich dort weg. Insofern sollte die Werbung für die Plattform entsprechend authentisch sein. Drum: Spießer rules!
Jann sagte am 24.02.2010 um 16:00

PR aus Großvaterzeiten

Der größere Marketing Faux pas ist nicht Kampagne sondern dieser schmierige Versuch des "Chief Marketing Officer" Ralf Ahmer die Situation zu retten.
auch ein schöner name sagte am 24.02.2010 um 16:34

geiz ist eben nicht so geil...

so kommts halt, wenn man kein geld für models und bildrechte ausgeben will und mal eben die eigene belegschaft vor die kamera zehrt. recht so...
Rüdiger sagte am 24.02.2010 um 17:35

Piemont

Habe soeben erfahren, dass die Mon-Cheri-Frau, nennen wir sie Testimonial, gar keine Piemont-Kirschen mag! Und dass Heidi Klum bei Mäcces weg vom Fenster ist, war auch nur eine Frage der Zeit? Models essen vielleicht einen Big Mac, aber stecken sich danach auch gerne den Finger in den Hals. Ach herrje. Aber immerhin trinkt Rudi Assauer wirklich Bier.
Werbefuzzi sagte am 24.02.2010 um 17:49

Ganz schön verspießt

Da hat ja Spießer Alfons einen ganz miesen Eklat aufgedeckt. Mein Vater würde jetzt sagen: "Wenn wir ihn nicht hätten und die kleinen Kartoffeln dann müssten wir nur große Essen."
Britta Gerhards sagte am 24.02.2010 um 22:48

Peinlicher Spießer Alfons

Peinlich ist doch wohl eher jemand wie Spießer Alfons, der diesen UNGLAUBLICHEN Eklat aufgedeckt hat. Gibt es nichts spannenderes zu entdecken als das Werbung uns nicht die reine Wahrheit sagt? Dafür gab´s sicher heute den XING-Moment für Spießer Alfons - vielleicht demnächst als Testimonial dabei?
KA sagte am 25.02.2010 um 09:25

Ankündigen??

?Sicher hätten wir im Vorfeld noch deutlicher kommunizieren können, wie die Kampagne aufgebaut ist." Wie das denn? Mit einer Teaserkampagne "Bitte achten sie in den nächsten Wochen auf unser neue Xing-Werbekampagne in der wir Mitarbeiter als Fotomodelle nutzen. Wir möchten darauf hinweisen, das diese nur stellvertretend für den normalen XING Nutzer stehen" - Etwas so?
Old Marketing sagte am 25.02.2010 um 11:14

Schummeln is' nich'

Oh man, ein Social Network, das die eigenen Nutzer auf den Arm nimmt. Irgendwie versteht man das Grundprinzip des Online-Miteinanders im deutschen Marketing immer noch nicht. Erste Regel: Wer bescheißt, ist einfach raus! "Social" deckt sich gegenseitig für dumm verkaufen nicht ab. Wie im echten Leben. Viel Spass bei weiteren Fake-Kampagnen.
Spießer Alfons II sagte am 25.02.2010 um 11:19

Ach ja ...

... heißt der Spießer eigentlich wirklich Alfons ??
Thomas Schuldt sagte am 25.02.2010 um 12:17

Megapeinlich

Absolut lächerlich das ganze von Xing, insbesondere die nachträgliche Stellungnahme. Ein kurzes "Oh, da haben wir Mist gebaut!" kommt doch immer besser als solche fadenscheinigen Argumente. Kann eh nicht verstehen, wie man dafür Geld zahlt.
Geigenmüller sagte am 25.02.2010 um 12:53

Und es hat ZONK gemacht ...

Wahnsinn! Gerade ist das erste echte XING-Motiv aufgetaucht: www.tobias-geigenmueller.de
chris sagte am 25.02.2010 um 13:48

das soll peinlich sein?

was soll denn daran bitte peinlich sein? dass man an den kosten für models gespart hat? peinlich ist die aufregung darüber und dass jemand nichts besseres zu tun hat als nach den testimonials zu suchen. dem großteil der zielgruppe der kampagne dürfte das ganze ziemlich egal sein. es wird sich deshalb sicherlich niemand abmelden, wahrscheinlich wird die nutzung durch die aufmerksamkeit eher steigen.
metty sagte am 25.02.2010 um 15:58

Die Welt steht still...

Werbung ist Werbung, egal welche Person(en) darauf abgebildet ist(sind). Wer einer Werbung glauben schenkt ist selbst schuld. Ich denke in Deutschland gibt es wichtigere Dinge zu tun, als sich über solche Kleinigkeiten zu echauffieren.
Jürgen S. sagte am 25.02.2010 um 22:08

noch nie Werbung gemacht?!

also diejenigen, die sich hier aufregen haben sicherlich noch nie nen Werbespot / Online Werbung mit Menschen gemacht. Dann wüssten sie, was die Modelfreigabe für so ne Kampagne kostet und würden das sicherlich anders bewerten. Wer diese Praxis für verwerflich hält, ist in der heutigen Zeit komplett realitätsfremd. Oder arbeitet in nem Konzern, der eh zuviel Geld hat.. also liebe Leute bei XING, alles gut, die Kampagne ist ganz nett, und gemerkt hat's eh nur ein Bruchteil der Zielgruppe.. und von diesem Bruchteil ist's eh 95 % egal, weil Xing nunmal in Deutschland das einzige wirklich sinnvolle Business Netzwerk ist, solange linked.in (noch) am Start ist..

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