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22.03.2010

Greenpeace-Kampagne

von David Hein,
Redakteur HORIZONT.NET

PR-Debakel: Nestlé bringt eigene Fans gegen sich auf


Greenpeace-Viralspot zur Palmölnutzung von Nestlé

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zur Kampagne
Das PR-Debakel um den Schokoriegel Kitkat geht für Nestlé weiter. Während die Umweltschutzorganisastion Greenpeace ihre Kampagne gegen den Nahrungsmittelkonzern unbeirrt fortführt, bringt Nestlé mit seiner rigiden Kommunikationspolitik im Netz nun auch die eigenen Fans gegen sich auf.
 
Wegen der Verwendung von Palmöl aus gerodeten Urwäldern brach in den vergangenen Tagen ein Sturm der Entrüstung über Nestlé herein. Greenpeace hatte mit einem Schockvideo auf die Missstände bei der Herstellung von Palmöl aufmerksam gemacht. Der Konzern reagierte mit der Meldung, man habe die Zusammenarbeit mit dem umstrittenen Palmöl-Lieferanten Sinar Mas beendet - im Umgang mit den heftigen Reaktionen im Social Web zeigte sich der Konzern aber dünnhäutig und zeitweise überfordert. Eine Kitkat-Fanpage bei Facebook, auf der sich der Ärger vieler Nutzer entlud, wurde zwischenzeitlich abgeschaltet. Dabei handelte es sich aber offenbar nicht um eine offizielle Fanpage der Nestlé-Marke.
Kommentare auf der Nestlé-Fanpage von Facebook (Anklicken zum Vergrößern). 

Kommentare auf der Nestlé-Fanpage von Facebook (Anklicken zum Vergrößern).

Ebenfalls ungeschickt reagiert der Konzern auf kritische Stimmen auf der offiziellen Unternehmens-Fanpage bei Facebook, die rund 90.000 Mitglieder zählt: So droht Nestlé mit der Löschung von Kommentaren, falls dabei eine veränderte Version des Firmenlogos benutzt wird. Besonders kritische Kommentare wurden kurzerhand entfernt. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Nestlé hat sich inzwischen für die Löschung von Kommentaren und den teilweise unglücklichen Tonfall seiner Antworten entschuldigt (siehe Screenshot).
 
Greenpeace setzt seine Kampagne gegen Kitkat unterdessen fort. Die Zusicherung von Nestlé, man beziehe kein Palmöl des umstrittenen Zulieferers Sinar Mas mehr, reicht den Umweltschützern nicht aus. Sie wollen den Konzern dazu bringen, auch die Zusammenarbeit mit Zwischenhändlern zu beenden, die Palmöl von dem Hersteller beziehen. dh
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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (5)
Maxx sagte am 22.03.2010 um 15:37

bravo!

momentum.
Nico Lanzmann sagte am 22.03.2010 um 18:00

Köstlich

Ich finde es köstlich, wie Nestlé sich mit seiner PR selbst im Weg steht. Zusammenhänge von PR und Internet speziell Social Media etc. Was muss man eigentlich an Fachkompetenz mitbringen, um bei Nestlé PR Verantwortlicher zu werden? Anscheinend keinen einschlägigen PR Kenntnisse. Wie gut dass unternehmerische Fehlgriffe und Misstöne durch den Markt und Imagewerte bestraft werden. Das wird Nestlé viel Geld kosten. Und das ist auch gut so!...vielleicht noch ein Bonus für die sog. "PR Spezialisten"?!
Why So sagte am 22.03.2010 um 20:15

Nestlé bringt eigene Fans gegen sich auf

Wunderbar...the bigger the are, the harder they fall! Die wirkliche Frechehit liegt darin das ein Kommunikationsfirma die aktive Werbung betreibt versucht die eigene ublikum Mundtot zu machen!!!! Nestle Produkte(Egal wellche Gattung)kommen bei uns nie WIEDER INS HAUS (mal 4) Unfreundliche Grüße Richtung CH, GR
oliver schreier sagte am 23.03.2010 um 08:59

we feed the world

nestlés verhalten zur greenpeace kampagne reiht sich konsequent hinter den unkommentierten schluß des films "we feed the world". hier wird dem nestlé vorstandsvorsitzenden das schlusspledoyer überlassen...
Gabriele sagte am 23.03.2010 um 10:25

pervers

ist Nestle seit vielen Jahren dafür verantwortlich, dass für ihre Milchkühe wertvolle Regenwälder in z.B. Costa Rica abgeholzt werden. Weil es billiger ist, die Kühe dort zu mästen und die Milch nach Europa einzufliegen ... pervers , oder?

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