Versandhandel
Otto übernimmt Quelle-Markenrechte
Am vergangenen Wochenende hat der Ansturm der deutschen Verbraucher beim Online-Ausverkauf des Pleite gegangenen Versandhändlers die Quelle-Server zwischenzeitlich zusammenbrechen lassen, jetzt hat auch Wettbewerber Otto zugeschlagen. Der Hamburger Versandhandelsriese hat sich in einem Bieterverfahren die Rechte an der Marke Quelle und etlicher Handelsmarken wie Privileg sowie alle Anteile an Quelle Russland gesichert. So wie es aussieht, darf Quelle also als Marke weiterleben.
Den Kaufvertrag unterzeichneten die Beteiligten nach der Zustimmung des Gläubigerausschusses der Unternehmen der Arcandor-Gruppe am Donnerstagmorgen. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Bei möglichen Kaufpreisschätzungen halten sich verschiedene Experten zurück. "Letztendlich hängt der Preis davon ab, wieviel dem Käufer die Marke wert ist und welches Konzept er für die Zukunft hat", sagt ein Branchenkenner. Das Otto-Angebot jedenfalls war überzeugend genug. Otto setzte sich bei dem Bieterstreit um die Markenrechte gegen ein knappes Dutzend Konkurrenten durch. Jetzt muss die Übernahme noch durch das Kartellamt abgesegnet werden.
Der Kaufvertrag umfasst allerdings nicht die Marken Küchen Quelle und Foto-Quelle. Zudem suchen die Insolvenzverwalter nach wie vor Käufer für den Call Center, den Kundendienst Profectis sowie den Home Shopping Kanal HSE 24.
Das Engagement in Russland kommt nicht überraschend. Otto ist seit 1990 im russischen Markt aktiv. Den Markt überhaupt hatte Quelle vor 20 Jahren als erstes Versandhaus aus Deutschland erschlossen. mir
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