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HORIZONT.NET
04.06.2010

Krisen-PR

von Marco Saal,
Ressortleiter HORIZONT.NET

Ölpest: BP wirbt mit TV-Spot um Vertrauen


Der Energiemulti BP bemüht sich um Schadensbegrenzung in eigener Sache. Angesichts der schwersten Ölkatastrophe in der US-Geschichte mit nicht absehbaren Folgen für Umwelt und Bevölkerung wendet sich der Konzern nun in einem TV-Spot an die Öffentlichkeit. In diesem bemüht sich BP, den bereits erlittenen Imageschaden wenigstens einigermaßen in Grenzen zu halten.
 

BP Krisen-Spot zur Ölpest

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Das Commercial wirkt anfangs noch wie ein Offenbarungseid. "Die Ölpest ist eine Tragödie, die niemals hätte passieren dürfen", räumt der CEO des in London beheimateten Konzerns, Tony Hayward, gleich zu Beginn ein, um dann aber doch die eigenen Anstrengungen in den Vordergrund zu rücken. So habe der Konzern die "volle Verantwortung übernommen, um die Ölpest zu bekämpfen". Unter anderem seien 30 Flugzeuge und mehr als 1300 Boote im Einsatz, um die Küste vor dem Öl zu schützen. Dort, wo das Öl durchdringe, seien "tausende Helfer im Einsatz, um die Strände zu säubern".
 
Auch auf Anzeigen gelobt BP Besserung 

Auch auf Anzeigen gelobt BP Besserung

Auch die Sorge der US-Bürger um den eigenen Geldbeutel versucht der BP-CEO zu zerstreuen. Die Kosten der Aufräumaktion müssten auf keinen Fall die Steuerzahler tragen, beeilt sich Hayward zu versichern, der sich am Ende des Spots "bei allen Betroffenen" entschuldigt und verspricht, "alles zu tun, damit so etwas nie wieder passiert".
 
Das Commercial wurde offenbar mit heißer Nadel inhouse entwickelt und läuft ausschließlich im US-Fernsehen. Die Lead-Agentur von BP, Ogilvy & Mather, war daran genauso wenig beteiligt wie an den Anzeigen, die seit einigen Tagen in Titeln wie "New York Times", "Wall Street Journal", "USA Today" und "Washington Post" geschaltet werden. Darüber hinaus kommen Radio- und Onlinespots zum Einsatz.
 
Der TV-Spot geht mehr als sieben Wochen nach der Katastrophe auf der Deepwater Horizon auf Sendung. Die Bohrinsel war am 20. April explodiert und hatte die schlimmste Ölpest der US-Geschichte ausgelöst. Seither sind mehrere Versuche, das Ölleck abzudichten, gescheitert, weshalb auch US-Präsident Barack Obama BP immer wieder scharf kritisiert hat. Über das genaue Ausmaß der Katastrophe gibt es lediglich Schätzungen. mas
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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (4)
Nestbeschmutzer sagte am 04.06.2010 um 15:37

Erdrückend erfolgreich!

http://www.boston.com/bigpicture/2010/06/caught_in_the_oil.html
blabla sagte am 04.06.2010 um 17:27

BP boykottieren.

Nicht bei Aral tanken. Mehr fällt mir zu diesem Schrott nicht ein...
Pete sagte am 04.06.2010 um 20:23

Das ist einfach nur...

lächerlich.
renton sagte am 07.06.2010 um 13:03

british polluters

http://blog.pspwiki.ch/wp-content/uploads/2010/06/2100_0435.jpeg

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