Konjunktur
11.11.2011
Nielsen: Werbewachstum verlangsamt sich
Der Werbemotor in Deutschland läuft nicht mehr so hochtourig wie zu Beginn des Jahres. Aber er ist noch nicht abgewürgt. Mit 2,6 Milliarden Euro brutto und einem Plus von 1,9 Prozent liegt der Werbemarkt im Oktober nach Nielsen-Analysen nur noch knapp über dem Vorjahresniveau. Noch kompensieren deutliche Zuwächse bei Radio und Online die Kürzungen in anderen Werbegattungen, heißt es bei den Hamburger Analysten. Immerhin. Aufs Jahr gesehen entwickelt sich der Markt ordentlich. Mit Spendings von 20,5 Milliarden Euro bis Oktober liegt der Markt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent im Plus.
Danach sind von Januar bis Ende Oktober nahezu alle Mediengattungen im Plus. Mit brutto 8,6 Milliarden Euro und einem Plus von 2,1 Prozent führt TV das Ranking an. Auf Platz zwei halten sich die Zeitungen. Allerdings bedeuten 4,1 Milliarden Euro ein Minus von fast zwei Prozent. Ganz anders die Publikumstitel, die um zwei Prozent zulegen und knapp drei Milliarden an Umsätzen verbuchen konnten. Für viele Werbungtreibenden gehört Radio wieder fest in den Mediaplan. 1,1 Milliarden Euro bedeuten ein Plus von fast sieben Prozent. Zweistellig legen hingegen Internet (plus 23 Prozent), Kino (plus 17,2 Prozent) und Plakat (plus 13,2 Prozent) zu. Die Fachzeitschriften wachsen um 3,1 Prozent.
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