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von Michael Reidel,
Ressortleiter Marketing

Nielsen: Werbemarkt stabilisiert sich


Nielsen sieht Anzeichen für eine Stabilisierung des Werbemarkts 

Nielsen sieht Anzeichen für eine Stabilisierung des Werbemarkts

Von einer Erholung des Werbemarktes mag Ludger Wibbelt, Geschäftsführer der Nielsen Media Research in Hamburg, noch nicht sprechen, wohl aber von einer Stabilisierung. 14,3 Milliarden Euro brutto gaben die Werbungtreibenden in Deutschland von Januar bis September für Werbung aus. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang von 2,4 Prozent.
 
Dennoch fällt das dritte Quartal bei der Betrachtung des Werbedrucks auf Quartalsbasis mit einem Minus von 0,3 wesentlich besser aus als das erste Quartal mit einem Minus von 1,9 Prozent und das zweite mit einem Einbruch von 4,6 Prozent. Vor allem die anhaltende Werbeschlacht im Handel sorgt für positive Erffekte. 1,5 Milliarden und damit 11 Prozent mehr haben die Lebensmittelriesen mehr in die Werbung investiert. Allen voran Penny. Die Rewe-Tochter erhöhte ihre Spendings um 61 Millionen Euro. Lidl legte um 58 Millionen Euro zu, Aldi um 27 Millionen Euro.
 Und die Discounter sind nicht die Einzigen, die die Werbekrise für antizyklische Investitionen nutzen. Neben Procter & Gamble (plus 49 Millionen Euro), Danone (plus 47 Millionen Euro) haben vor allem Henkel (plus 37 Millionen Euro), Peek & Cloppenburg (plus 44 Millionen Euro) sowie Sky (plus 34 Millionen Euro) ihre Werbeetats kräftig erhöht. 
 
In der Krise verzichten die Unternehmen nach wie vor stark auf Imagewerbung. Hier verzeichnet Nielsen bei den Bruttoaufwendungen einen Rückgang von 348 Millionen Euro. Nach wie vor im Trend liegen dagegen kurzfristige Abverkaufskampagnen. Davon profitieren neben den Tageszeitungen (plus 0,8 Prozent), Radio (plus 0,8 Prozent ohne das Rubrikengeschäft), Radio (plus 0,8 Prozent) und Plakat als Werbeträger mit einem überdurchschnittlichen Plus von 12,6 Prozent. Dagegen verzeichnen die Publikumstiteln mit einem Umsatz von 2,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 14,6 Prozent. Das Fernsehen leidet ebenso weiter.  6,2 Milliarden Euro brutto stehen auf der Einnahmenseite, was einer Reduzierung von 0,2 Prozent entspricht. Kino verharrt mit einem Minus von 11,5 Prozent weiter im Keller.  Auf eine Prognose, wie sich das Werbejahr weiter entwickelt, verzichtet Wibbelt bewusst. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es eindeutig zu früh, um eine Aussage für das gesamte Werbejahr 2009 zu treffen. Wir sind vorsichtig optimistisch und hoffen, dass das vierte Quartal eine weitere Stabilisierung zeigen wird."  mir
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