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Nielsen: Werbeausgaben legen 2005 um 5,3 Prozent zu


Positive Zahlen: Nielsen-Chef Ludger Wibbelt 

Positive Zahlen: Nielsen-Chef Ludger Wibbelt

Gemäß der Bruttowerbestatistik von Nielsen Media Research in Hamburg beliefen sich die Bruttowerbeinvestitionen in den klassischen Medien für das Jahr 2005 auf 19,1 Milliarden Euro. Dieses entspricht einem Plus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Grund sind laut Ludger Wibbelt, Geschäftsführer Nielsen Media Research, unter anderem bereits Effekte der Fußball-WM: "Frühstarter aus der Gruppe der offiziellen Sponsoren und Zulieferer starteten bereits mit der stärkeren Bewerbung ihrer Produkte und Services. Franz Beckenbauer sei Dank."
 
Die Steigerung der Bruttowerbeinvestitionen beruht zu einem großen Teil auf Werbung der Medien (Print, TV, Radio & sonstige Medien und Verlage) selber, die ihre Werbeausgaben in diesem Jahr um 350 Millionen Euro steigerten. Weiteres deutliches Wachstum in Höhe von rund 100 Millionen Euro konnte jeweils für die Bereiche Handels-Organisationen und Telekommunikation festgestellt werden. Mit einem Plus von 45,2 Prozent oder einem Plus von 72 Millionen Euro auf 231 Millionen Euro ist auch der Bereich Putz- und Pflegemittel sehr dynamisch. Dieses Wachstum wird maßgeblich von Reckitt Benckiser geprägt, das seine Werbeaufwendungen mit zusätzlichen 59 Millionen Euro ausbaute.
Geringere Werbeaufwendungen werden bei den Spezial-Versendern aber auch bei Unternehmen der Finanzanlagen registriert. Deutlich weniger beworben wurde ebenfalls der Bereich Waschmittel: Hier wurden die Werbeaufwendungen um mehr als 25 Prozent oder 45 Millionen Euro gesenkt.
 
Nielsen Media Research gewährt für den Werbemarkt 2006 einen optimistischen Ausblick: "Gemäß unseres Prognosemodells gehen wir für 2006 von einem Bruttowachstum zwischen 7 und 8 Prozent aus", so Wibbelt.
 
Die höchsten Werbeumsätze in den klassischen Medien verbuchte erneut die Fernsehwirtschaft mit 8 Milliarden Euro. Dieses entspricht einem Wachstum von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen wuchsen um 9,9 Prozent auf 5 Milliarden Euro, wobei Rubrikenanzeigen in der Nielsen Media Research Statistik nicht einbezogen werden.
 
Publikumszeitschriften verzeichneten bei einem Werbeumsatz von knapp 3,9 Milliarden Euro den geringen Verlust von -0,6 Prozent gegenüber 2004. Das Medium Radio konnte die höchste prozentuale Wachstumsrate mit 15,7 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Die Werbeeinnahmen von Plakat wuchsen um 8,8 Prozent auf fast 612 Millionen Euro. Fachzeitschriften verzeichneten eine leichte Steigerung von 0,7 Prozent auf etwa 423 Millionen Euro. kj
 

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