Umfrage
08.07.2010
Nielsen: Online-Shopping gewinnt an Fahrt
Mit dem Verkauf von Lebensmitteln im Web trifft Amazon offenbar einen Nerv der Verbraucher. 13 Prozent der Befragten in Deutschland planen nach eigenen Angaben in den nächsten sechs Monaten einen Online-Kauf von Kosmetik und Lebensmittelvorräten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Nielsen-Umfrage zum Online-Shopping.
Frische Lebensmittel werden von acht Prozent genannt, alkoholische Getränke von fünf Prozent. „Bedenkt man, dass die projektierten Aktivitäten von Amazon und Otto zum Zeitpunkt der Umfrage noch nicht allgemein bekannt waren, sind das durchaus respektable Werte", erklärt Petra Kacnik, Director Consumer Research bei Nielsen.
Die Hälfte der Befragten gibt zudem an, mehr als fünf Prozent ihrer monatlichen Ausgaben beim Online-Shopping zu tätigen. Die Top-Produkte beim Online-Shopping in Deutschland sind eindeutig Bücher: 52 Prozent der Befragten in Deutschland geben an, in den nächsten sechs Monaten den Online-Kauf von Büchern zu planen. An zweiter Stelle liegen Kleidung/Schuhe/Accessoires (40 Prozent), gefolgt von Reisen/Hotelreservierungen und Hardcopies von Videos/DVDs/Spielen (jeweils 27 Prozent). 61 Prozent der Online-Shopper in Deutschland geben an, am Häufigsten bei Anbietern zu kaufen, die ausschließlich Online-Shopping offerieren. Nur 16 Prozent kaufen bei Anbietern, die auch über Kataloge oder Telefon verkaufen, und nur 13 Prozent wenden sich an Online-Shops, die parallel ein Ladengeschäft betreiben.
Eines der Haupt-Assets von Online-Shops sind die Bewertungen anderer User. Es zeigt sich zwar, dass Freunde (47 Prozent) und Familie (40 Prozent) nach wie vor das größte Vertrauen bei Kaufempfehlungen genießen. An dritter Stelle folgen jedoch die Online-Produktbewertungen mit fast einem Drittel der Nennungen. Insbesondere im Vorfeld der Kaufentscheidung, bei der Recherche nach Produkten, haben Online-Bewertungen und Meinungen einen wichtigen Einfluss. So würde etwa ein Drittel der deutschen Online-Shopper keine elektronischen Geräte mehr kaufen, ohne vorher online nachzufragen, was von diesen zu halten ist. Auch bei Autos (27 Prozent), Telekommunikations-Dienstleistungen (21 Prozent) und Software (20 Prozent) wird die Vorab-Recherche immer entscheidender. ork
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