Werbestatistik
10.07.2008
Nielsen: Brutto-Werbemarkt stagniert
Dem Durchatmen nach Veröffentlichung der Mai-Zahlen bereitet Nielsen Media Research ein Ende: Lag das Wachstum des Bruttowerbemarktes in den ersten fünf Monaten des Jahres noch bei 1,6 Prozent, steht zum Ende des 1. Halbjahres 2008 nur noch ein Plus von 0,9 Prozent zu Buche. Bereinigt auf die Werbeträger, die auch 2007 erfasst wurden, beträgt das Wachstum sogar nur magere 0,1 Prozent.
"Die ersten sechs Monate des Jahres sind sehr durch allgemeine wirtschaftliche Themen geprägt. Steigende Energie- und Verbraucherpreise verunsichern die Konsumenten und stellen neben der Krise auf dem Finanzmarkt auch für die gesamte Wirtschaft eine Herausforderung dar", sagt Ludger Wibbelt, Geschäftsführer Nielsen Media Research.
Eine deutliche Reduzierung ihrer Bruttowerbeaufwendungen nahmen in den ersten sechs Monaten 2008 die Branchen Pkw (minus 82 Millionen Euro) und Publikumszeitschriften (minus 40 Millionen Euro) vor. Aber nicht alle verhielten sich zurückhaltend: Die größten absoluten Zuwächse mit einem Plus von 56 Millionen Euro im Vergleichszeitraum verzeichnen die Anbieter von Festnetz-Telefonie. Treiber sind dabei Vodafone (plus 25 Millionen Euro) und O2 (plus 16 Millionen Euro). Werbeintensivstes Unternehmen der Branche bleibt allerdings die Deutsche Telekom mit einem Bruttowerbevolumen in Höhe von knapp 61 Millionen Euro, was einer Steigerung von plus 7 Millionen Euro gegenüber dem ersten Halbjahr 2007 entspricht.
Die Bruttowerbeumsätze der Above-the-line-Medien verteilten sich auf die einzelnen Gattungen wie folgt: TV verbuchte 4,3 Milliarden Euro (plus 3,2 Prozent). Das Werbevolumen der Tageszeitungen legte um 0,6 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zu, während Publikumszeitschriften bei einem Werbeumsatz von knapp 2,0 Milliarden Euro ein Minus von 1,6 Prozent verkraften müssen. Radio erwirtschaftete 627 Millionen Euro - ein Rückgang um 3 Prozent. Die Werbeeinnahmen von Plakat stiegen leicht um plus 0,5 Prozent auf 386 Millionen Euro. Fachzeitschriften verzeichneten ein Minus von 2,1 Prozent auf knapp 218 Millionen Euro. Das Medium Kino legte um 2 Prozent auf 35 Millionen Euro zu.
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