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04.12.2009

Autowerbung

von Mehrdad Amirkhizi,
Ressortleiter Agenturen

Mercedes-Benz schafft Sound-Logo ab


Bei Mercedes-Benz wird nicht mehr gesungen 

Bei Mercedes-Benz wird nicht mehr gesungen

Während der Automobilhersteller Mercedes-Benz derzeit nach einem neuen Claim sucht, hat er still und leise das vor zwei Jahren mit großem Aufwand eingeführte Sound-Logo wieder abgeschafft. Seit kurzem kommt das akustische Markenzeichen in Form des Gesangs eines Jungenchors nicht mehr zum Einsatz. Das bestätigt eine Sprecherin von Mercedes.
 
Interne Untersuchungen hätten ergeben, dass man den zusätzlichen Audio-Effekt nicht brauche. "Die Marke Mercedes-Benz spricht für sich selbst", so die PR-Mitarbeiterin. Vor zwei Jahren bei der Einführung des Sound-Logos klang das noch anders. Damals hieß es, das akustische Markenzeichen passe perfekt zu Mercedes, die Marke werde dadruch noch schneller wahrnehmbar.
 

Mercedes-Spot "Effizienz-Paket" mit Soundlogo

zur Kampagne
Das Sound-Logo, auf das auch in der aktuellen Kampagne für die Mercedes G-Klasse verzichtet wird, war seinerzeit unter der Ägide vom damaligen Markenchef Olaf Göttgens von der Leadagentur Jung von Matt entwickelt worden und kam seit 1. November 2007 in allen internationalen Hörfunk- und TV-Spots zum Einsatz. Einen Zusammenhang zwischen der Abschaffung des Signals und Personalveränderungen bei Mercedes dementiert die Sprecherin. "Das hat nichts miteinander zu tun", dementiert sie Gerüchte, der kürzlich zurückgekehrte Vorstand für Vertrieb und Marketing, Joachim Schmidt, habe sich schnell gegen den weiteren Einsatz des Sound-Logos ausgesprochen. mam

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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (6)
schwenn sagte am 04.12.2009 um 13:34

Dilettanten

Unglaublich, wie hier das Geld verbrannt wird!
Hörbert sagte am 04.12.2009 um 14:50

ENDLICH !!!!

Wurde aber auch allerhöchste Zeit! Ich kenne nämlich NIEMANDEN, der nicht von Anfang an von diesem unsäglichen "Soundlogo" KOMPLETT genervt war. Und jetzt bitte noch den Stern und den Schriftzug im Logo wieder zusammenführen. Das Auseinanderreißen dieser beiden Elemente ist nämlich auch so eine "Meisterleistung", über die man wirklich nur den Kopf schütteln kann...
Karlheinz Illner sagte am 04.12.2009 um 16:58

Danke Mercedes-Benz!

Endlich hat jemand von Mercedes-Benz die Diskussionen im Internet gelesen. Das Sound Logo wurde mit einer Sound Library produziert! Dadurch hatte das Sound Logo keinen eigenen, individuellen Klangcharakter - eine Grundlage für das Sound Branding. Nicht mal den Knabenchor wollte man sich damals leisten, bzw. wurde falsch beraten. Es war Ware von der Stange! Dieser Fall verdeutlicht wie wichtig der professionelle Umgang mit Sound Branding ist. Das ?wie? ist entscheidend - eine einfache Melodiefolge mit einem austauschbaren Klang reicht nicht! Analog zum Design müssen auch hier Anforderungen wie Markenfit, Differenzierung und Wiedererkennbarkeit erfüllt werden. Vielleicht hätte man das Sound Logo vor seinem Einsatz testen müssen? Wie es jede professionelle Sound Branding Agentur empfiehlt. Akustische Markenführung hat sich in den letzten Jahren zu einer eigenen Disziplin entwickelt, auch dieser Fall belegt warum. Sind hier die Kompetenzen einer Werbeagentur überfordert? Sind hier Spezialisten gefragt? Oder warum lässt Mercedes-Benz seine Modelle von Auto-Designern entwickeln und nicht von der Werbeagentur?
Klaas Kramer sagte am 04.12.2009 um 20:50

Still und heimlich: und wir haben's doch gemerkt

Ich habe mich eh jedesmal gewundert, warum in einem VW-Spot Mercedes-Autos zu sehen waren. Dieses Soundlogo war unerschütterlich bei mir mit VW verknüpft. Das habe ich auch nacu dem 20ten mal nicht gelernt. Kann mir das ein Neuromarketer erklären?
Arnhold, Wilfried sagte am 08.12.2009 um 17:16

Herr

die idee war endlich. endlich.
Wilbert Hirsch sagte am 11.12.2009 um 13:16

LuLuLuu - wie darf Mercedes klingen?

Zu der Entscheidung von Mercedes, das akustische Markenlogo "LuLuLuu" aufzugeben, darf man den Markenverantwortlichen nur gratulieren. Bei der Entwicklung wurde die Entscheidung fu?r dieses akustische Markenzeichen offensichtlich anhand unzureichender und teilweise falscher Parameter getroffen, sowie scheinbar nur auf die audio-visuelle Werbung gerichtet. Die psychologischen Potenziale, die Klang und Musik fu?r die Markenbildung an den verschiedenen Touchpoints haben, wurden komplett ignoriert. Nur ein Aspekt kam hier zum Tragen: Es fiel auf, denn es war so ganz anders als alle anderen. Aber auch der Klang einer Darmentlu?ftung wa?re an dieser Stelle aufgefallen. Wir hoffen, dass bei Mercedes beizeiten ein professioneller Vorstoß zu einer ganzheitlichen akustischen Markenfu?hrung gemacht wird, die auch die auditiven Elemente des Produktes beru?cksichtigt. Heutzutage klingt ein Auto nicht nur physikalisch sondern auch elektronisch (Fahrer-Assistenzsysteme, On-Board Entertainment Systeme, etc.). Auf die Dauer ist der auditive Kanal in der ganzheitlichen Markenkommunikation unverzichtbar. Wilbert Hirsch (audio consulting group Inc, New York)

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