12.03.2008
Markenverband und OWM sprechen sich gegen das Verbot von Alkoholwerbung aus
Der Markenverband und die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) reagieren auf das Strategiepapier der Facharbeitsgruppe "Suchtprävention" des Drogen- und Suchtrates mit deutlicher Kritik. "Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass nicht verantwortungsbewusst platzierte Werbung, sondern gesellschaftliche Fehlentwicklungen verantwortlich für den Missbrauch von Alkohol sind", betont Christoph Kannengießer, Hauptgeschäftsführer des Markenverbands. Daher sei die Forderung des Rates nach einem weitreichenden Verbot für Alkoholwerbung völlig unverständlich und führe in der Umsetzung nicht zum gewünschten Ziel. Aus Sicht von Joachim Schütz, Geschäftsführer der OWM, entmündige das Werbeverbot den Konsumenten. "Darüber hinaus sind sich die Unternehmen ihrer Verantwortung durchaus bewusst und sind bereits eine Vielzahl von Selbstbeschränkungen in ihren Kommunikationsmaßnahmen eingegangen", so Schütz weiter.
Beide Verbände weisen zudem auf die Konsequenzen für Sponsoringmaßnahmen hin. Dadurch sei die Existenz von Tausenden Sportverbänden bedroht und der Breitensport in Deutschland würde massiv getroffen. Markenverband und OWM fordern daher den Drogen- und Suchtrat zu einer sachlichen Diskussion mit der Industrie auf, um gemeinsam Maßnahmen zur Bekämpfung von Alkoholmissbrauch zu treffen. bn
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