Bahn-Streik
Lokführer-Streik: Deutsche Bahn attackiert GDL-Chef per Anzeige
Mit einer ganzseitigen Anzeige wendet sich die Deutsche Bahn an die zurzeit streikende Bahngewerkschaft GDL. In scharfen Worten kritisiert das Verkehrsunternehmen den jüngst begonnenen Ausstand der Lokführer.
Die unter anderem im "Handelsblatt", der "Frankfurter Rundschau", der "Süddeutschen Zeitung" sowie in der "Bild"-Bundesausgabe geschaltete Anzeige beginnt mit der boulevardesk angehauchten Schlagzeile "Stoppen Sie diesen Wahnsinn, Herr Schell!". Damit zieht das in Berlin ansässige Unternehmen die Kommunikation auf eine personalisierte Ebene und wirft GDL-Chef Manfred Schell vor, es gehe ihm "nur noch um die Macht" der Gewerkschaft. Die Bahn entwirft ein Horrorszenario: "Sie wollen, dass künftig in diesem Land jede Minderheit von nicht einmal drei Prozent einer Belegschaft mit einem eigenen Tarifvertrag jederzeit ein Unternehmen und ein ganzes Land erpressen kann."
Aufgrund des großen öffentlichen Interesses ist momentan der Server der Gewerkschaft überlastet - gestern waren die Notfahrpläne der Bahn zeitweise ebenfalls nicht im Internet abrufbar.
Die Bahn-Anzeige ist nicht die erste Werbekampagne, in der GDL-Boss Schell unfreiwillig auftritt. Auch der Münchner Autovermieter Sixt wirbt derzeit mit ganzseitigen Anzeigen in der Tagespresse mit dem Konterfei Schells - und bedankt sich bei ihm dafür, dass so viele Bahn-Fahrer nun wegen des Streiks die attraktiven Angebote von Sixt kennenlernen.
- Kreation 13. November 2007: Sixt Autovermietung
Wo war das Lektorat?
Im dritten Absatz wird der Einstiegssatz gleich doppelt geschrieben - hatte das Lektorat schon Feierabend? Allgemein: Die Bahn hat in diesem Punkt ausnahmsweise mal Recht.Photoshop-Fehler
Schaut dann wohl eher so aus als ob beim Zusammenbauen/Scannen am Computer ein kleiner Fehler passiert ist... Eine Anzeige auf der persönlichen Schiene zu fahren ist wirklich sehr einfach. Schade dass die Bahn diesen Weg einschlägt und damit versucht in vorwiegend wirtschaftsgeprägten Zeitungstiteln zu polarisieren.Wo war der Scanner?
Man sieht das die Doppelung von Einscannen und erneutem Zusammensetzen der Anzeige kommt. Zumindest das kann man der Bahn nicht vorwerfen...Weitere Nachrichten aus Marketing vom 15.11.2007:
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