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Digitalisierung

von Michael Reidel,
Ressortleiter Marketing

Konkurrenz für den E-Post-Brief: De-Mail geht auf der Cebit an den Start


Der E-Post-Brief bekommt bald Konkurrenz

Der E-Post-Brief bekommt bald Konkurrenz

Mit der Alleinstellung ist es bald vorbei. Nicht schon ab heute. Aber ab dem 6. März brechen für den E-Postbrief härtere Zeiten an. Dann werden auf der Cebit in Hannover Telekom, United Inernet und Mentana Claimsoft ihre De-Mail-Lösungen vorstellen. Damit dürfte der Kampf um die Markthoheit bei der rechtssicheren E-Mail in ein neues Stadium treten.

 

E-Postbrief

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Mehrfach hatten die De-Mail-Betreiber in der Vergangenheit den Start verschieben müssen. Mal, weil sie noch nicht den Zertifizierungsprozess durchlaufen hatten, unter anderem beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) und dem Datenschutzbeauftragen der Bundesrepublik Deutschland. Mal, weil die Gesetzesgrundlage fehlte. Im Sommer spätestens sollen aber alle Hürden überwunden sein. Auf der Cebit will United Internet seine Privatkundenlösung vorstellen, das Angebot für die Geschäftskunden soll etwas später folgen. Vom Erfolg des Angebots ist 1&1-Vorstand Jan Oetjen überzeugt: "Von den 150 Briefen, die jeder deutsche durchschnittlich pro Jahr erhält, könnten dann zukünftig 80 Prozent durch die elektronische Post ersetzt werden", sagte er gestern dem "Handelsblatt". Bis jetzt haben sich allein bei United Internet und seinen Marken 1&1, GMX und Web.de knapp eine Million User vorregistriert, wie das Unternehmen auf HORIZONT.NET-Anfrage mitteilt. Rund zwei Drittel aller Deutschen haben ein E-Mail-Konto bei Telekom oder United Internet.
Dass die Konkurrenz jetzt aus den Startlöchern kommt, bringt die Deutsche Post unter Zugzwang. Mitte 2010 hatte der Gelbe Riese den E-Postbrief mit einer millionenschweren Werbekampagne (Agentur: Jung von Matt/Spree) gestartet. Über eine Million Privatkunden, über 100 Großkunden und etwa 4000 mittlere Unternehmen haben sich bislang für den E-Postbrief registriert. Allerdings ist die Post mit der Nutzung nicht ganz zufrieden. "Wir haben am Anfang gesagt, dass er etwa drei bis fünf Jahre benötigt. Es können aber auch sechs Jahre werden", sagte Brief-Vorstand Jürgen Gerdes am Montag der "Financial Times Deutschland". Seit dem Marktstart hat die Post einige Millionen E-Postbriefe zugestellt. Im Vergleich zum normalen Briefversand ist das allerdings wenig. An einem Werktag befördert das Unternehmen durchschnittlich rund 66 Millionen Sendungen. mir
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