Digitalisierung
16.02.2012
Konkurrenz für den E-Post-Brief: De-Mail geht auf der Cebit an den Start
Mit der Alleinstellung ist es bald vorbei. Nicht schon ab heute. Aber ab dem 6. März brechen für den E-Postbrief härtere Zeiten an. Dann werden auf der Cebit in Hannover Telekom, United Inernet und Mentana Claimsoft ihre De-Mail-Lösungen vorstellen. Damit dürfte der Kampf um die Markthoheit bei der rechtssicheren E-Mail in ein neues Stadium treten.
Mehrfach hatten die De-Mail-Betreiber in der Vergangenheit den Start verschieben müssen. Mal, weil sie noch nicht den Zertifizierungsprozess durchlaufen hatten, unter anderem beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) und dem Datenschutzbeauftragen der Bundesrepublik Deutschland. Mal, weil die Gesetzesgrundlage fehlte. Im Sommer spätestens sollen aber alle Hürden überwunden sein. Auf der Cebit will United Internet seine Privatkundenlösung vorstellen, das Angebot für die Geschäftskunden soll etwas später folgen. Vom Erfolg des Angebots ist 1&1-Vorstand Jan Oetjen überzeugt: "Von den 150 Briefen, die jeder deutsche durchschnittlich pro Jahr erhält, könnten dann zukünftig 80 Prozent durch die elektronische Post ersetzt werden", sagte er gestern dem "Handelsblatt". Bis jetzt haben sich allein bei United Internet und seinen Marken 1&1, GMX und Web.de knapp eine Million User vorregistriert, wie das Unternehmen auf HORIZONT.NET-Anfrage mitteilt. Rund zwei Drittel aller Deutschen haben ein E-Mail-Konto bei Telekom oder United Internet.
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