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12.03.2010

Prognose

von Jessica Mulch,
Redakteurin HORIZONT.NET

Konjunkturbarometer: Dialogmarketing-Branche erwartet Trendwende


DDV-Präsident Dieter Weng will das Vertrauen in Dialogmarketingkanäle wiederherstellen 

DDV-Präsident Dieter Weng will das Vertrauen in Dialogmarketingkanäle wiederherstellen

Nach einem schwierigen Jahr 2009, das 40 Prozent der befragten Dialogmarketingunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen Umsatzrückgang bescherte, erwartet die Branche für 2010 wieder eine positive Entwicklung. 80 Prozent der Unternehmen gehen von einer zufriedenstellenden Umsatzentwicklung aus. Dies macht das jährlich vom Deutschen Dialogmarketing Verband (DDV) gemeinsam mit dem Schweizer Direktmarketing Verband (SDV) und dem Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ) erhobene D-A-CH-Konjunkturbarometer deutlich.
 
Dieser Optimismus bezieht sich auch auf die Mitarbeiterentwicklung. Nachdem im vergangenen Jahr 29 Prozent der befragten Unternehmen ihr Personal verringert hatten, geht die D-A-CH-Region für das laufende Jahr nur noch von einstellig sinkenden Mitarbeiterzahlen aus, will den Personalstamm sogar wieder ausbauen.
Dieter Weng, Präsident des DDV, weist auf die im September 2009 beschlossene Datenschutznovelle hin, die einen "entscheidenden Teil" zur Unsicherheit und Sorge um eine Einschränkung des Marktes beigetragen habe: "Viele Auftraggeber haben zunächst ihre Budgets auf Grund der Rechtsunsicherheit des teilweise sehr erklärungsbedürftigen neuen Gesetzes auf Eis gelegt. Jetzt muss es darum gehen, das Vertrauen in die bewährten Dialogmarketingkanäle wiederherzustellen."
 
Im Konjunkturbarometer wurden erstmals die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Dialogmarketingbudgets thematisiert. Uneins waren die Beteiligten bei der Frage, ob durch die Wirtschaftskrise 2009 eine Verschiebung der Marketingbudgets von der Klassik hin zum Dialogmarketing stattgefunden hat. 43 Prozent wollen eine solche Verschiebung festgestellt haben, 57 Prozent sehen hingegen kaum beziehungsweise keine Verschiebung. 19 Prozent sind sogar der Meinung, dass die Budgets für Dialogmarketing aufgrund der Krise erheblich reduziert wurden. 56 Prozent glauben, dass diese moderat verringert wurden. Von einer Erhöhung gehen hingegen gerade einmal 7 Prozent aus.
 
An der Umfrage haben insgesamt 196 Mitglieder der drei Verbände teilgenommen. jm
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