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von Mehrdad Amirkhizi,
Ressortleiter Agenturen

Karstadt plant Abschied von Happy Digits


Karstadt plant eigene Kundenkarte ... 

Karstadt plant eigene Kundenkarte ...

Der Warenhauskonzern Karstadt plant nach Informationen von HORIZONT.NET die baldige Aufgabe des Bonusprogramms Happy Digits. Wie aus gut informierten Kreisen verlautet, laufen die Vorbereitungen für einen Rückzug aus dem Programm auf Hochtouren.
 
Dem Vernehmen nach will der Essener Konzern das Geschäftsmodell des Happy-Digits-Betreibers Customer Advantage Program (CAP) in Köln ändern und wieder eine reine Karstadt-Kundenkarte etablieren. Über einen entsprechenden Schritt war bereits in der Presse spekuliert worden. Beim Unternehmen heißt es dazu auf Anfrage: "Kein Kommentar".
Die Arcandor-Tochter hat CAP erst Mitte Januar durch den Erwerb des 51-Prozent-Anteils der Deutschen Telekom zu 100 Prozent übernommen. Zusammen mit dem Bonner Telekommunikationskonzern hatte Karstadt Happy Digits einst ins Leben gerufen.
 
Ein weiterer Hinweis darauf, dass sich bei dem Bonusprogramm und dessen Betreiber etwas tun wird, ist der Austausch der Geschäftsführung. Seit Anfang Februar steht nicht mehr Thorsten Franz an der Spitze von CAP, sondern das Trio Miguel Müllenbach, Michael Hennschen und Ivo-Kai Kuhnt. CAP beschäftigt laut Website rund 100 Mitarbeiter. Dem Vernehmen nach soll es dort zu Stellenstreichungen kommen, wenn Karstadt wieder auf eine konzerneigene Kundenkarte umstellt.
... und will Happy Digits auflösen 

... und will Happy Digits auflösen


 
Auch bei den Happy-Digits-Partnern gibt es Bewegung. Quelle bestätigt bereits seinen Rückzug, nach Informationen des Branchendients "Der Versandhausberater" stehen auch Neckermann.de und Tengelmann vor dem Ausstieg. Weitere Partner sind unter anderem Sixt, Best Western und Yello Strom.
 
Für Karstadt könnte sich jetzt geplante Veränderung bei CAP vor allem deshalb lohnen, weil die Betreiber von Bonusprogrammen in der Regel hohe Rückstellungen für die Umwandlung der Punkte in Prämien bilden. Im Durchschnitt werden aber nur 50 Prozent der Punkte tatsächlich eingelöst. Diese Zahl dürfte sich bei Happy Digits sogar noch deutlich reduzieren, wenn das Programm vom Markt verschwindet - und das Geld in der Kasse von Karstadt bleiben. Insider sprechen in diesem Zusammenhang von einem zweistelligen Millionenbetrag. mam        
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