Umfrage
Hund oder Katze? Experten diskutieren Bild des Konsumenten
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09.11.2009
Ogilvy-Chef Thomas Strerath hat kürzlich in der Wirtschaftswoche das Bild der Katze bemüht, um den Konsumenten von heute zu beschreiben. HORIZONT hat bei Kommunikationsspezialisten nachgefragt, was sie von diesem Bild halten und was den Konsumenten von heute tatsächlich ausmacht.
Christian Daul, Geschäftsführer, Scholz & Volkmer, Wiesbaden
Die Vorstellung vom Verbraucher als Konsummaschine hat abgedankt. Deswegen wollen wir bei Scholz & Volkmer das Wort "Konsument" nicht überstrapazieren, sondern reden von Menschen, die Produkte und Dienstleistungen benötigen oder sich dafür interessieren. In Zeiten der Nachhaltigkeit geht die Entwicklung ohnehin vom Verbraucher zum Gebraucher. Werbung sollte die Menschen auf Augenhöhe ansprechen und einen Mehrwert bereithalten. Das kann etwas Spielerisches sein zum Beispiel als Branded Entertainment. Aber es gibt auch die Möglichkeit, einen physischen Mehrwert zu bieten, also ein Tool wie zum Beispiel ein Widget, das man runterlädt.Allerdings gilt: Wenn ein Unternehmen einen Dialog anfängt und beispielsweise in Social Media einsteigt, dann muss es sich im Klaren sein, dass dieser Weg nicht mehr umkehrbar ist. Wenn sie sich mit jemanden unterhalten, dann wollen sie nicht, dass der Gesprächspartner abrupt den Dialog abbricht.
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Analogien mit Hunden, Katzen oder Eseln sind nicht hilfreich
Erfolgreiches Marketing benötigt wirkliche 'consumer insights'. Für Marketers, die wissen, was Ihre Zeilgruppe denkt und wie sie sich verhält sind Analogien aus dem Tierreich überflüsssig. Außerdem sollten sich die Werbeagenturen darauf konzentrieren, aussagefähige Briefings von Ihren Kunden einzufordern und diese dann in Kommunikation umzusetzten, die in der Lage ist, Kommunikationsziele zu erfüllen. Albert Klein Geschäftsführer InsightOut GmbH, aklein@insightout-consult.comHund, Katze, Mensch
Wer seine Kunden bisher wie Hunde behandelt hat und jetzt hofft, sie besser zu erreichen, in dem er sie wie Katzen behandelt, hat nichts von den wahren Bedürfnissen der Menschen, sprich Konsumenten, verstanden.Weitere Nachrichten aus Marketing vom 09.11.2009:
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Chevrolet "Spark"
Ignition Frankfurt unterstützt den Launch vom Chevrolet "Spark" mit einer Kampagne. In dem aktuellen TV-Spot zeigen die Spark-Besitzer, dass sie machen, was sie wollen. Fünf Freunde treiben im Spark ihre Scherze mit Drive-Thru-Bedienungen. Der Fahrer gibt seine Bestellungen in einer Spaß-Sprache auf, die keiner versteht. Sein Kumpel auf der Rückbank kommentiert die Situation mit den Handzeichen, die er als Zweit-Hände dem Fahrer leiht. Als eine Bedienung spontan auf den Witz reagiert und in derselben Kunstsprache anwortet, brechen alle in Gelächter aus. Die Produktion übernahm Final Touch Hamburg.
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