Food-Werbung
22.01.2013
Health Claims liegen Verbraucherschützern im Magen
Die Health-Claims-Verordnung ist seit Mitte Dezember in Kraft. Wie sehr die Liste mit 222 erlaubten gesundheitsbezogenen Werbeaussagen einer Baustelle gleicht, zeigt nicht nur die nachgereichte Formulierungshilfe der EU-Kommission. Auch die Verbraucherzentralen sehen Aufklärungsbedarf - von ihrem Standpunkt aus.
Mit Hilfe eines in Zusammenarbeit mit der Berliner Agentur Aha-ok entwickelten Online-Videos versuchen die Verbraucherzentralen und die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz, den Verbrauchern Probleme der Werbung mit gesundheitsbezogenen Angaben auf Lebensmitteln näherzubringen.
Die Unzufriedenheit mit der Health-Claims-Verordnung ist nicht nur bei den Verbraucherschützern groß. Ebenso verstimmt ist man über die offenbar unzulänglichen Vorschläge der Kommission, die sich auf abgewandelte Aussagen der Health Claims mit demselben Sinngehalt beziehen. Mit den möglichen werblichen Botschaften für Pflanzenstoffe und Mikroorganismen beschäftigt sich die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit noch. Dagegen kritisiert Christiane Manthey, Expertin für Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, dass "verpflichtende Vorgaben zu Höchstmengen beispielsweise für Vitamine und konkrete Hinweise zu den Nährwertprofilen" noch fehlten. Demnach könne auch als gesund beworben werden, was beispielsweise gleichzeitig einen sehr hohen Zucker- oder Fettgehalt hat. fo
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