Handelswerbe-Gipfel
25.03.2010
Handel macht Print Hoffnung
Die deutschen Retailer vertrauen auf Print. Nach schwachem Jahresbeginn entwickle sich der März positiv. Diese Beobachtung macht Björn Jansen, Geschäftsführer beim "Mannheimer Morgen". C&A-Sprecher Thorsten Rolfes kündigte auf einem Panel des Handelswerbekongress in Wiesbaden zudem eine deutliche Ausweitung der Spendings in Print an.
Allerdings sei das Beispiel C&A nicht auf alle Bereiche des Handels zu übertragen, warnt Andreas Tölpel, Deputy Managing Director Media Team OMD, vor übertriebenem Optimismus. Gleichzeitig warnt er alle Beteiligten vor einer weiteren Preisspirale bei den Konditionsgesprächen: "Irgendwann ist die Schraube auch überdreht."
Deutlich wurde in vielen Aussagen zahlreicher Handelsmanager auf dem Kongress der Conference Group darüber hinaus, dass sich der Handel den neuen digitalen Kommunikationskanälen nur sehr zögerlich nähert. Der Fokus liegt neben TV auch künftig auf Zeitungsanzeigen, Handzetteln und Prospekten. Hier lassen sich durchaus noch Potenziale heben. Diese machte Kathrin Brüning, Marketingleiterin beim Kaufhof, deutlich. Neben einer Reduzierung von Streuverlusten durch eine bessere Aussteuerung bei der Verteilung setzt die Kaufhauskette unter anderem auch auf eine individuelle Ansprache. So lassen sich beispielsweise bis zu dreiviertel der Inhalte des "Kaufhof Magazin" variabel gestalten und werden auf Basis von Marktforschungsergebnissen und Daten aus dem Kundenbindungsprogramm Payback redaktionell an das Kaufverhalten der jeweiligen Zielgruppe bei der Verteilung angepasst. ork
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