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German Angst: GfK-Boss wettert gegen WPP


Legt sich mit Martin Sorrell an: Klaus Wübbenhorst 

Legt sich mit Martin Sorrell an: Klaus Wübbenhorst

Bei der in Nürnberg ansässigen GfK ist man derzeit extrem verschnupft über die jüngsten Äußerungen von WPP-Boss Martin Sorrell. Zurzeit verhandeln GfK und TNS über eine Fusion - doch auch der britische Konzern WPP hat ein Interesse an TNS.
 
Nachdem Sorrell in der vergangenen Woche gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gesagt hatte, ein GfK-TNS-Merger würde wohl zu einem Stellenabbau führen, brodelt es in Nürnberg. Denn WPP-Chef Sorrell hatte damit eine urdeutsche Angst bedient, die vor Arbeitsplatzverlust. Deshalb entschloss man sich in der fränkischen Metropole zur internen Vorwärtsverteidigung.
In einer internen Mail an die insgesamt 9000 Mitarbeiter hielt Klaus Wübbenhorst dem ungewollten Übernahmepartner eine "Taktik der Angsterzeugung" vor, die "moralisch höchst unverantwortlich" sei. Während GfK und TNS derzeit den gleichberechtigten Schulterschluss zum weltweit zweitgrößten Marktforschungsinstitut vorantreiben, versucht WPP mit einem höheren Angebot, eine rein britische Lösung zu erzwingen. Sorrells Äußerungen zeigten, dass die Wettberwerber der GfK"extrem verunsichert" seien, so Wübbenhorst in der Mail.
 
Nach dem frühzeitigen Bekanntwerden dieser Mail durch eine Reuters-Meldung sorgte GfK für eine Weiterverbreitung an die Medien, beteuert aber, man habe eigentlich nur intern die Mitarbeiter informieren - und wohl auch beruhigen wollen. Schließlich hatte Sorrell geunkt, dass die GfK beim Zusammengehen mit TNS zur Länderfiliale umfunktioniert würde, während dann die Leitung in London bei TNS liegen würde.
 
Auch die GfK-Chefetage scheint nicht ganz emotionslos zu sein. Neben der Angst der Mitarbeiter, äußert auch CEO Wübbenhorst seine Bedenken: "Die in dem Interview getroffenen Aussagen von Martin Sorrell sind sehr tendenziös, teilweise unfair und, was mich persönlich am meisten betroffen macht, sie spielen mit unserer und Ihrer Angst." Zur Beruhigung fährt er fort, dass "zwei so starke, expandierende Unternehmen wie GfK und TNS in der Zukunft eher mehr als weniger Beschäftigte benötigen werden". Wübbenhorst bezeichnet Sorrells Aussagen als "unhaltbar".
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