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von Marco Saal,
Ressortleiter HORIZONT.NET

GM-Marke Chevrolet soll Europa erobern


Der Corvette-Flitzer soll der Marke Chevrolet mehr Schwung verleihen 

Der Corvette-Flitzer soll der Marke Chevrolet mehr Schwung verleihen

Der US-Autobauer General Motors rückt Chevrolet stärker in den Fokus seiner Wachstumsstrategie. Um in Europa Boden gut zu machen, will die Opel-Mutter die Marke neu beleben und ein eigenes Händlernetz für seine Tochter aufbauen, die im kommenden Jahr 100 Jahre alt wird. "Die Wachstumschancen in Europa sind enorm. Das gilt für Osteuropa, aber auch für Westeuropa", sagt Chevrolet-Chef Jim Campbell im Interview mit der "FTD".

 
Die Herausforderungen sind groß, denn Chevrolet wird hierzulande vor allem als Billigmarke - und die Fahrzeuge als Spritfresser wahrgenommen. Ein Image, das Campbell schnellstmöglich aus der Welt schaffen will. "Wir sind dabei, Chevrolet in Europa auf ein neues Fundament zu bauen", erklärt der Manager gegenüber der "FTD". Anders als in den USA, wo Chevrolet für seine großen Pick-ups und SUVs bekannt ist, werde die Marke in Europa hauptsächlich auf Klein- und Kompaktwagen setzen. Der Schwerpunkt liege auf selbst entwickelten Modellen, die sich durch modernes Design, geringen Verbrauch und günstige Preise auszeichnen sollen.
Chevrolet solle aber nicht als billig wahrgenommen werden, sondern als Marke, die "mehr Auto fürs gleiche Geld" biete. Auch Sportinteressierte will GM über Chevrolet ködern. So sollen die legendären US-Modelle Corvette und Camaro in Europa vermarktet werden. Ziel sei es, diese Autos stärker mit Chevrolet zu verbinden, so Campbell.
 
In Deutschland ist General Motors bislang vor allem über die Marke Opel präsent. Der Rüsselsheimer Autobauer dürfte die Pläne mit Argusaugen beobachten. Opel war 2009 nach der Wirtschafts- und Finanzkrise und dem Beinahe-Konkurs von GM nur knapp an einer Pleite vorbeigeschlittert, noch vor wenigen Wochen gab es Gespräche über staatliche Hilfen. Dass die Fokussierung auf Chevrolet Opel schaden könnte, weist Campbell aber zurück: "Das ist kein Angriff von Chevrolet auf Opel, denn die beiden Marken zielen auf unterschiedliche Zielgruppen. Wir wollen damit insgesamt mehr Kunden für diese Technologie erreichen." mas
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