Parteien
23.02.2012
Frecher Wahlkampf-Gag: Piratenpartei macht CDU-Innenminister Boris Rhein zum Testimonial
Da muss man schon Spaß verstehen: Die Piratenpartei macht ihrem Namen nun auch bei der Wahlwerbung alle Ehre. Opfer des jüngsten Beutezuges ist die Frankfurter CDU. Boris Rhein, amtierender Innenminister Hessens und Spitzenkandidat der Union für die anstehende OB-Wahl, macht sich derzeit unfreiwillig auf Plakaten für die Piratenpartei stark.
"Warum hänge ich hier eigentlich? Ihr sollt doch Herbert wählen!", verkündet CDU-Mann Rhein auf den Plakaten mit der schwarzen Piratenflagge, die derzeit überall in der Frankfurter Innenstadt zu sehen sind.
Mit Herbert ist Herbert Förster gemeint. Der ehemalige SPD-Mann, der seit der Gründung des Kreisverbandes Frankfurt als Generalsekretär der Piraten agiert, tritt als Spitzenkandidat der jungen Partei unter anderem gegen den CDU-Politiker Rhein sowie Peter Feldmann (SPD), Rosemarie Heilig (Grüne) und Janine Wissler (Die Linke) an. Das Plakat, auf dem Boris Rhein für Förster wirbt, wirkt schon deshalb echt, weil es sich nahtlos in die Werbestategie der Frankfurter Piraten einfügt. So gibt es zwar auch Plakate, auf denen nur der Spitzenkandidat in einer Art Supermankostüm zu sehen ist. Seit einigen Wochen plakatieren die Piraten aber verstärkt Motive mit Testimonials aus der eigenen Partei, die den 45-jährigen Färster ebenfalls unter dem Motto "Warum hänge ich hier eigentlich? Ihr sollt doch Herbert wählen!" unterstützen.
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