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von Jessica Mulch,
Redakteurin HORIZONT.NET

Fonic wirbt mit Ballack-Foul / Boateng avanciert zum Internet-Buhmann


Das Fonic-Motiv ist in zehn deutschen Großstädten auf digitalen Screens zu sehen

Das Fonic-Motiv ist in zehn deutschen Großstädten auf digitalen Screens zu sehen

Nicht nur der Autovermieter Sixt kann aktuelle Ereignisse prompt in Werbung umsetzen. Auch Fonic verfolgt ab sofort diese Strategie. Im Fokus: Das Ballack-Foul von Kevin-Prince Boateng am vergangenen Samstag. Auf digitalen Bildschirmen fordert der Mobilfunkanbieter auf: "Boateng die Meinung sagen - für nur 9 Cent pro Minute!" Darunter die (richtige!) Nummer vom Headoffice des Portsmouth FC, dem derzeitigen Arbeitgeber von Boateng.
 
Die Botschaft wird in Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart und Bremen beispielsweise in S-Bahn-Stationen verbreitet. Für die Kreation zeichnet die Berliner Agentur Heimat verantwortlich. Als Mediaagentur ist Mindshare Germany an Bord.
"Mit der Kampagne unterstreichen wir den Fonic Claim 'Das ist die Wahrheit'. Alle Fonic-Kunden haben die Möglichkeit ihre Meinung frei zu äußern – das unterstützen wir mit einem Augenzwinkern", sagt Natalie Kressin, Marketingleiterin von Fonic gegenüber HORIZONT.NET. Bei Fonic könne man für 9 Cent pro Minute auch in 50 ausländische Festnetze telefonieren. Ein Anruf beim FC Portsmouth koste damit genauso viel, wie einer bei den Freunden aus der eigenen Fussballmannschaft. "Durch die Verbindung zum tagesaktuellen Ereignis schaffen wir es, kreativ auf die Marke Fonic aufmerksam zu machen und auf den Markenkern einzuzahlen."
 
Nach dem WM-Aus für Nationalmannschaftschef Michael Ballack ist Boateng regelrecht zum Buhmann der Nation avanciert. Vor allem im Internet gibt es derzeit eine regelrechte Hetzjagd auf den Fußballprofi, der für den deutschen Gruppengegner Ghana bei der Fußball-WM auflaufen wird.
 
Drei Tage nachdem bekannt wurde, dass Ballack in Südafrika nicht spielen wird, hat zum Beispiel die StudiVZ-Gruppe "82.000.000 gegen Kevin P. Boateng" bereits 22.366 Mitglieder (Stand 13:36 Uhr). Die ähnlich lautende Gruppe auf Facebook "82.000.000 gegen Boateng!!!!" hat aktuell bereits 108.550 Mitglieder. Und auch in "Kevin-Prince Boateng, Staatsfeind Nr. 1" oder ganz simpel "Boateng du Arschloch!!!!" ihrem Unmut über das Foul gegen Ballack freien Lauf. jm
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