19.01.2011
Euronics bläst zum Angriff auf Media-Saturn
Zum sechsten Mal in Folge hat Euronics in Deutschland seinen Umsatz gesteigert, um 11 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro. Diese Zahlen präsentierte Benedict Kober, Vorstandssprecher Euronics Deutschland, gestern auf der Bilanz-Pressekonferenz in Stuttgart. Im Zahlenwust versteckt sich jedoch eines ganz klar: Die Kampfansage auf Konkurrenten Media-Saturn, zumindest auf europäischer Ebene. Das erklärte Ziel von Euronics für 2015: Gleichziehen, und zwar mit einem Umsatz von 20 Milliarden Euro.
2010 konnte Euronics seinen Umsatz in Europa bereits um 7,1 Prozent auf 15,1 Milliarden Euro steigern – und liegt damit 5,7 Milliarden hinter der Konkurrenz der Metro Group. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg in Richtung Marktführerschaft dürfte der mögliche Aufkauf von 34 Saturn-Filialen in Frankreich sein.
Im Mittelpunkt der Werbestrategie für 2011 soll die Größe des Verbunds stehen: Euronics betreibt in Europa über 11.000 Geschäfte, dies soll in der Formel "Größe = Vertrauen + Preiswürdigkeit" widergespiegelt werden. Mit der sogenannten "Superlativ-Strategie" werden künftig zudem ausgewählte Produkte unter dem Label "Best of Electronics“ individuell inszeniert und beworben. Profitieren sollen davon Kunden, die eine bessere Orientierung im Laden erhalten, Händler, die wertigere Vermarktung ermöglicht bekommen sowie Industriepartner.
Außerdem ist wieder TV-Werbung geplant, dabei soll vor allem auch die Zielgruppe der 20- bis 29-Jährigen angesprochen werden. Als Werbeumfelder dienen Sendungen von ARD, RTL, Pro Sieben, Sky oder Dmax, besonders attraktiv sind für Euronics dabei Sendungen wie „Germany’s Next Topmodel“, „Die Simpsons“, „Schlag den Raab“ oder der „Eurovision Song Contest“. sw
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