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03.06.2011

Versicherungen

von Michael Reidel,
Ressortleiter Marketing

Ergo macht vier Wochen Werbepause

Seite 1/2
03.06.2011

Sendepause für Ergo-Werbung 

Sendepause für Ergo-Werbung

Der Versicherungskonzern Ergo will bis Ende Juni mit seiner Markenkampagne pausieren. Das kündigt Marketingleiterin Andrea Hoelken gegenüber HORIZONT an. Damit reagiert das Düsseldorfer Unternehmen auf das Imagedesaster nach den Berichten rund um die Sexparty der Vertriebsorganisation Hamburg-Mannheimer International in Budapest aus dem Jahr 2007.

 
An der grundsätzlichen Ausrichtung der Kampagne (Agentur: Aimaq & Stolle) will Ergo allerdings festhalten. Vorige Woche hatte die Munich-Re-Tochter angekündigt, ihre Werbung vorerst zurückzufahren. Dem Vernehmen nach stand zwischenzeitlich sogar ein Komplett-Stopp des Auftritts zur Debatte. Letztlich haben sich die Verantwortlichen aber dagegen entschieden - nicht zuletzt wegen der hohen Kosten, die solch ein Schritt verursacht hätte. Insidern zufolge wäre ein siebenstelliger Betrag an Stornokosten fällig geworden.
Stattdessen bemüht sich Ergo, die gebuchten TV- und Anzeigenplätze statt mit der Markenkampagne mit Werbung für die Konzerntöchter DAS und DKV zu belegen. Im Internet versucht das Unternehmen ebenfalls, mit dem Markenauftritt aus Umfeldern herauszukommen, in denen redaktionell über die Sexaffäre berichtet werden könnte.
 
Zudem wird bei Ergo derzeit diskutiert, inwieweit man die Vorgänge auch werblich oder über Public Relations aufarbeitet. Dabei wird das interne Team nach Informationen von HORIZONT unter anderem von der auf Finanzkommunikation spezialisierten Agentur Brunswick unterstützt. mir/mam
 
Lesen Sie auf Seite 2 das Interview mit Ergo-Marketingleiterin Andrea Hoelken

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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (1)
Ullrich Fichtner sagte am 03.06.2011 um 15:37

Aktives Krisenmanagement sieht anders aus.

Ich befürchte, 4 Wochen auf Tauchstation gehen reicht nicht aus, um das Geschehen vergessen zu machen. Außerdem konterkariert das Verhalten der ERGO komplett die mit der Kampagne kommunizierte neue Offenheit. Kurzum: Das ganze ist ein kommunikatives Armutszeugnis.

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