Einzelhandel revidiert Umsatzerwartungen für 2009
Auf der Jahrespressekonferenz des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) revidierte heute der HDE-Präsident Josef Sanktjohanser die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2009 nach unten. Demnach erwartet der HDE bis Ende des Jahres einen Rückgang des Umsatzes im klassischen Einzelhandel - ohne Kfz, Brennstoffe, Apotheken - um nominal minus zwei Prozent.
In die Prognose eingerechnet sind die im Vergleich zu 2008 fehlendenden zwei Verkaufstage in 2009, die mit etwa 0,7 Prozentpunkten zu Buche schlagen. "Mit einem zweiprozentigen Umsatzminus würden wir immer noch im Rahmen der seit Jahren üblichen Schwankungen bei den Einzelhandelsumsätzen bewegen, wenn auch am unteren Ende", sagt Sanktjohanser.
Für das erste Halbjahr geht der Verband von einem Umsatzrückgang von etwa zwei Prozent aus. Die Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr hängt im wesentlichen vom Arbeitsmarkt ab. Die für die nächsten Monate und besonders für 2010 erwartete Verschlechterung am Arbeitsmarkt wird laut HDE-Präsident den Einzelhandel spürbar treffen. Einen Grund, dass die Umsatzentwicklungen hinter den Erwartungen der Einzelhändler zurückbleiben, sieht Sanktjohanser in der Abwrackprämie. Die Abwrackprämie sorge für eine eindeutige Wettbewerbsverzerrung und würde die Deutschen zum Sparen im Einzelhandel verleiten, um sich entsprechend ein Auto leisten zu können. nk
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