Online-Marken
11.02.2008
Ebay entlastet Privatverkäufer und führt Bonusprogramm ein
Das Internetauktionshaus Ebay ändert zum 20. Februar seine Gebührenstruktur. Die Angebotsgebühr von 49 Cent für Auktionen privater Verkäufer mit einem Euro Startpreis fällt ganz weg. Gewerbliche Verkäufer sollen künftig "marktgerechte Gebühren" bezahlen, die sich an den Branchen orientieren, und erhalten außerdem - abhängig von ihrer Qualität - Rabatte.
Die in Dreilinden bei Berlin ansässige Deutschlandzentrale hatte die Gebühren für die privaten Verkäufe erst im September von einem Euro auf 49 Cent gesenkt. Seither hat das Unternehmen laut Stefan Groß-Selbeck, Vorsitzender der Geschäftsführung von Ebay Deutschland, pro Monat über 100.000 zusätzliche Kunden gewonnen. Von der erneuten Preissenkung erhofft sich das Auktionshaus, das zuletzt mit stagnierenden Nutzerzahlen zu kämpfen hatte, einen weiteren Schub. Insgesamt zählt Ebay Deutschland rund 24 Millionen Nutzer. Davon tätigen ein Drittel bis die Hälfte jährlich ein Onlinegeschäft.
Wie bereits vor zwei Wochen bekannt wurde, ändert Ebay auch die Bewertungssysteme. So können Verkäufer Käufer nicht mehr neutral oder negativ bewerten. "Wir beobachten verstärkt Rachebewertungen", begründet Patrick Boos, Geschäftsführer Auction, die Entscheidung. Immer wieder gaben Verkäufer den Käufern schlechte Noten, wenn diese wiederum zuvor die Verkäufer kritisierten. Ebay sieht dadurch die Glaubwürdigkeit des Portals gefährdet. Zwischen 2001 und 2007 sei es zu einer Vervierfachung dieser Fälle gekommen, so Boos.Patrick Boos, Geschäftsführer Auction: Wir beobachten verstärkt Rachebewertungen
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