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von Juliane Paperlein,
Ressortleiterin Medien

Ebay entlastet Privatverkäufer und führt Bonusprogramm ein


Mit Kreditkarte will Ebay die Käufer binden 

Mit Kreditkarte will Ebay die Käufer binden

Das Internetauktionshaus Ebay ändert zum 20. Februar seine Gebührenstruktur. Die Angebotsgebühr von 49 Cent für Auktionen privater Verkäufer mit einem Euro Startpreis fällt ganz weg. Gewerbliche Verkäufer sollen künftig "marktgerechte Gebühren" bezahlen, die sich an den Branchen orientieren, und erhalten außerdem - abhängig von ihrer Qualität - Rabatte.
 
Die in Dreilinden bei Berlin ansässige Deutschlandzentrale hatte die Gebühren für die privaten Verkäufe erst im September von einem Euro auf 49 Cent gesenkt. Seither hat das Unternehmen laut Stefan Groß-Selbeck, Vorsitzender der Geschäftsführung von Ebay Deutschland, pro Monat über 100.000 zusätzliche Kunden gewonnen. Von der erneuten Preissenkung erhofft sich das Auktionshaus, das zuletzt mit stagnierenden Nutzerzahlen zu kämpfen hatte, einen weiteren Schub. Insgesamt zählt Ebay Deutschland rund 24 Millionen Nutzer. Davon tätigen ein Drittel bis die Hälfte jährlich ein Onlinegeschäft.
Ist mit dem Softstart der Kreditkarte zufrieden: Harald Eisenächer 

Ist mit dem Softstart der Kreditkarte zufrieden: Harald Eisenächer

  Um die Käufer stärker an das Portal zu binden, führt Ebay in Kooperation mit der Commerzbank ein eigenes Bonusprogramm ein, dessen Kernstück eine Kreditkarte ist. Für jeden mit der Karte bezahlten Euro erhält der Inhaber 4 Punkte, für jeden anderen Euro Umsatz einen Punkt. Die Punkte können in Einkaufsgutscheine umgewandelt werden. Darüber hinaus kann der Inhaber mit der Karte weltweit kostenlos Geld abheben. Im ersten Jahr ist sie gebührenfrei, anschließend kostet sie 24,90 Euro jährlich. Seit dem Softstart des Angebots im Dezember 2007 wurden bereits 10.000 Karten ausgestellt. Marketinggeschäftsführer Harald Eisenächer ist zufrieden: "Wir liegen weit über den Erwartungen", so Eisenächer.
 

Patrick Boos, Geschäftsführer Auction: Wir beobachten verstärkt Rachebewertungen

Wie bereits vor zwei Wochen bekannt wurde, ändert Ebay auch die Bewertungssysteme. So können Verkäufer Käufer nicht mehr neutral oder negativ bewerten. "Wir beobachten verstärkt Rachebewertungen", begründet Patrick Boos, Geschäftsführer Auction, die Entscheidung. Immer wieder gaben Verkäufer den Käufern schlechte Noten, wenn diese wiederum zuvor die Verkäufer kritisierten. Ebay sieht dadurch die Glaubwürdigkeit des Portals gefährdet. Zwischen 2001 und 2007 sei es zu einer Vervierfachung dieser Fälle gekommen, so Boos.
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