Mobilfunk-Discounter
26.03.2008
E-Plus-Mutter KPN schluckt Billigmarke Blau Mobilfunk
Die Konsolidierung im deutschen Mobilfunkmarkt setzt sich ungebremst fort. Jetzt verliert auch die Hamburger Discountmarke Blau ihre Unabhängigkeit. Das Unternehmen wird von dem niederländischen E-Plus-Mutterkonzern KPN übernommen. Für die Billigmarke legt KPN dem Vernehmen nach zwischen 80 und 100 Millionen Euro auf den Tisch.
Ein entsprechender Vertrag wurde jetzt unterzeichnet. Damit rückt eine Marke unter das Dach von E-Plus, die bisher schon eng mit dem Konzern zusammengearbeitet hat. Als Mobilfunkdiscounter kaufte Blau bislang Minutenkontingente bei E-Plus ein und verkaufte diese an die eigenen Kunden weiter. Die Kernmarke Blau.de und der auf ethnische Zielgruppen ausgerichtete Tarif Blauworld sollen erhalten bleiben. Auch die Blau-Geschäftsführer Dirk Freise, Martin Ostermayer und Thorsten Rehling sollen an Bord bleiben und das Unternehmen mit seinen rund 60 Mitarbeitern unverändert und in der gleichen organisatorischen Struktur mit Sitz in Hamburg fortführen.
Inwieweit E-Plus durch den Zukauf Synergien mit der eigenen Billigtochter Simyo erzielen will, ist unklar. E-Plus-Chef Thorsten Dirks erklärt lediglich, dass sich E-Plus mit der Übernahme "einen leistungsstarken, kreativen und erstklassig geführten Partner" sichere. "Gerade im dynamischen Discount- und Ethno-Segment werden beide Seiten von einer Zusammenarbeit profitieren", so Dirks. Die Übernahme von Blau durch KPN ist vorbehaltlich einer obligatorischen Prüfung durch das Bundeskartellamt, die voraussichtlich im April 2008 abgeschlossen sein wird.
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