E-Commerce
13.01.2011
Douglas forciert Online-Geschäft / Auswirkungen auf Werbespendings
Der Handelskonzern Douglas mit Hauptsitz in Hagen will sein Geschäft im Internet erheblich ausbauen. Das kündigte der Vorstandsvorsitzende Henning Kreke auf der gestrigen Bilanzpressekonferenz an. "Aus unserer Sicht ist das, was wir im laufenden Jahr vorhaben, eine echte Multichannel-Offensive", zitiert ihn die "FTD".
Krekes Plan: In den kommenden zwei bis drei Jahren soll das Unternehmen konzernweit zehn Prozent seiner Umsätze über das Internet erzielen. Bislang sind es fünf Prozent. Dabei helfen soll insbesondere eine engere Verzahnung mit dem stationären Handel. "Mein Ziel ist es jetzt, dass kein Kunde mehr unseren Laden verlässt, ohne dass er in irgendeiner Weise auf unseren Onlineverkauf hingewiesen worden ist", so Kreke. Hierfür will Douglas mehr Geld als bisher in den Vertriebskanal Internet investieren. Genaue Zahlen nannte er jedoch nicht. Für das laufende Geschäftsjahr gibt der Konzern insgesamt ein Investitionsvolumen von 125 Millionen Euro an. Dieses Geld soll aber auch unter anderem für die Neueröffnung von bis zu 60 Parfümerien eingesetzt werden.
In welchem Umfang sich die Internet-Offensive auf die Werbespendings der einzelnen Unternehmen niederschlägt, ist nicht bekannt. Bei den Douglas-Parfümerien, die mit der Agentur SelectNY zusammenarbeiten, hält man sich bedeckt: "Die künftige Gestaltung der Werbespendings der Parfümerie Douglas wird der Ankündigung von Herrn Dr. Kreke natürlich Rechnung tragen, wir können zu diesem Zeitpunkt allerdings noch keine detaillierteren Informationen hierzu kommunizieren", so ein Sprecher gegenüber HORIZONT.NET. Laut den Marktforschern von Nielsen Media Research gab allein die Parfümerie-Kette im vergangenen Jahr 31,4 Millionen Euro brutto für klassische Werbung aus. Das Gros floss in TV-Werbung (19,4 Millionen Euro).
Zum Douglas-Konzern gehören neben den Parfümerien auch die Buchhandlungen Thalia auch die Juweliere Christ, die Süßwarenläden Hussel sowie die Modegeschäfte Appelrath Cüpper. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Konzern seinen Umsatz um 3,7 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro gesteigert, der Gewinn vor Steuern liegt bei 131,2 Millionen Euro. jm
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