Spot-Premiere
Deutsche Telekom setzt in der Werbung erstmals auf Erotik
Das gab es noch nie: Die Deutsche Telekom, einst als staubiger Staatskonzern verschrien, setzt in ihrer Werbung erstmals auf Erotik. In der neuen TV-Kampagne für das Internet-TV-Angebot "Entertain" zeigt die Festnetzsparte T-Home ein junges Pärchen beim Liebesspiel - der Produktnutzen wird dabei mit einem Augenzwinkern kommuniziert.
So lässt sich der junge Mann, der sich in dem Commercial gerade ein Fußballspiel auf seinem TV-Gerät anschaut, von seiner Freundin nur deshalb verführen, weil er dank der Time-Shift-Funktion von Entertain für zeitversetztes Fernsehen das Spiel problemlos später weiterschauen kann, ohne auch nur eine Minute zu verpassen.
Dass die Sex-Szenen Irritationen auslösen könnten, bereitet den Verantwortlichen bei der Telekom keine Bauchschmerzen. "Es kann schon sein, dass uns der eine oder andere aufgeregte Brief erreicht", erklärt Markenchef Hans-Christian Schwingen im Interview mit HORIZONT. Nach Ansicht Schwingens macht es aber durchaus Sinn, in der Werbung für Entertain aufmerksamkeitsstark und laut aufzutreten. "In Deutschland ist es immer noch nicht selbstverständlich, dass ein Telekommunikationskonzern TV anbietet", so Schwingen. Die Steigerung der Bekanntheit von Entertain habe daher oberste Priorität.
Mit dem neuen TV-Spot für T-Home, der am 10. November anläuft, wird die werbliche Eigenständigkeit der Angebotsmarken T-Home und T-Mobile endgültig beendet. Nachdem T-Mobile bereits Anfang September mit dem Spot "Ankunft" das von Markenchef Schwingen eingeführte neue Markenleitbild in seine Werbung übertragen hatte, übernimmt nun auch T-Home die strengen Werberichtlinien, die erstmals im Juli in der Dachmarkenkampagne mit Casting- und Opernstar Paul Potts vorgegeben wurden. "Bei der Vereinheitlichung unseres Werbeauftritts haben wir die Zügel nun noch enger angezogen", sagt Schwingen. Der T-Home-Spot zahle nicht nur inhaltlich auf das neue Markenleitbild ein, sondern unterscheide sich auch beim "Look and Feel" nicht mehr von den bereits gestarteten Kampagnen für die Dachmarke und für T-Mobile.
Die Dienstleister
Der neue T-Home-Spot wurde von der Hamburger Agentur Tribal DDB entwickelt. Diese hatte auch das Dachmarken-Commercial mit Paul Potts kreiert. T-Mobile arbeitete bei seiner neuen Kampagne mit seiner langjährigen Agentur Saatchi & Saatchi, Frankfurt zusammen. Laut Schwingen arbeiten die beiden Agenturen im Zuge der Vereinheitlichung der Werbung nun deutlich enger zusammen als bislang. Produziert wurden die Spots jeweils von Jo Schmidt Filmproduktion, Berlin (Regie: Martin Schmidt). Planung und Einkauf erledigt Mediacom in Düsseldorf.
Beide Spots können ab sofort und damit fünf Tage vor dem offiziellen Start bei HORIZONT.NET angesehen werden.
Zur Spot-Premiere T-Home
Zur Spot-Premiere T-Mobile
Weitere Hintergründe zur Werbestrategie der Deutschen Telekom und zu den neuen Kampagnen gibt es in der HORIZONT-Ausgabe 45, die am 6. November erscheint.
- Marketing 4. September 2008: Spot-Premiere: T-Mobile auf den Spuren von Paul Potts
- Marketing 3. Juli 2008: Deutsche Telekom spart im Marketing und vereinheitlicht Werbeauftritt
- Kreation 6. November 2008: Spotpremiere T-Home
- Kreation 6. November 2008: Spotpremiere T-Mobile
- Kreation 4. September 2008: T-Mobile Flatrates
- Kreation 3. Juli 2008: Deutsche Telekom Imagespot mit Paul Potts
Aber sicher doch.
Warum darf ein Telekom-Anbieter nicht das entdecken, was andere Markenartikel schon vor 100 Jahren entdeckt haben. Was soll daran anstösslich sein. Höchstens für die, deren Sexleben (ob mit oder ohne technische Hilfsmittel) sowieso nicht okay ist. Für uns anderen also kein Grund böse Briefe zu schreiben.Laecherlich
Erotik finde ich ja schoen.... aber laecherlich finde ich wie dargestellt wird dass ein Fussballspiel dazu dient die Funken springen zu lassen... oder noch schlimmer, das beworbene Produkt hervorgehoben wird: Normalerweise wuerde die Leidenschaft des Mannes ja nicht ausreichen, aber jetzt da er weiss dass er spaeter weiterschauen kann wird er ploetzlich ganz scharf auf Sex... hmm... also soll der Spot nun komisch oder erotisch sein?Weitere Nachrichten aus Marketing vom 05.11.2008:
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