Affären
29.05.2009
Deutsche Bahn: Marketingchef Ralf Klein-Bölting muss wegen verdeckter PR-Aktionen gehen
Die Bahn-Affäre nimmt immer größere Dimensionen an - und kostet nun offenbar auch den Marketingchef des Konzerns seinen Job. Wie die dpa unter Berufung auf "Unternehmenskreise" meldet, muss Ralf Klein-Bölting, seit 2004 als Generalbevollmächtiger Konzernmarketing und Kommunikation bei der Deutschen Bahn an Bord, seinen Hut nehmen.
Grund sind die jüngsten Enthüllungen um verdeckte PR-Aktionen des Konzerns. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Deutsche Bahn nicht nur Telefonverbindungen und E-Mails von Mitarbeitern ausgespäht, sondern auch Millionensummen für gefälschte Leserbriefe, Blog-Beiträge und Umfragen ausgegeben. Die Gelder für die Manipulation der öffentlichen Meinung sollen aus dem Marketingbudget geflossen sein, hieß es. Anders als der frühere Tchibo-Marketer Klein-Bölting soll die PR-Abteilung der Bahn davon nichts gewusst haben.
"Diese Form der PR-Maßnahmen lehne ich entschieden ab. Solche Aktivitäten sind mit dem Grundsatz eines transparenten und redlichen Dialogs mit der Öffentlichkeit in keiner Weise vereinbar", erklärt der neue Bahn-Chef Rüdiger Grube. Der Nachfolger von Hartmut Mehdorn, der über die Datenaffäre gestolpert war, werde "umgehend die notwendigen Konsequenzen daraus ziehen, "um auch hier den zugesagten Neubeginn in der Unternehmenskultur zu dokumentieren." mas
Stellungnahme: GPRA wehrt sich gegen Schmuddelimage von Public Relations
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