14.12.2009
BUNDESLIGA
DFL Sports Enterprises übertrifft Umsatzerwartung
Die Vermarktungstochter der Deutschen Fußball Liga DFL Sports Enterprises hat am heutigen Montag in Frankfurt erstmals ihre Umsatzzahlen präsentiert. Hochgerechnet auf die laufende Bundesliga-Saison 2009/10 erlöst das Unternehmen 58 Millionen Euro - und liegt damit 5,3 Prozent über der Planzahl. Die DFL SE ist als 100-prozentige Tochter der Deutschen Fußball Liga für Vermarktung und Vertrieb aller DFL-Rechte zuständig - mit Ausnahme der nationalen Medienrechte.
„Wir haben im Krisenjahr 2009 sogar die Erwartungen übertroffen, die vor der Krise an uns gestellt wurden. Ich denke, das belegt, dass wir einen wesentlichen Teil zur Wertschöpfung der Marke Bundesliga beitragen", sagte SE-Geschäftsführer Robert Niemann bei einem Pressegespräch in Frankfurt.
Aufgrund der mittel- bis langfristigen Verträge mit Medienpartnern und Sponsoren nannte die Sports Enterprises bereits Umsatzahlen für die Folgejahre. Nach aktuellem Stand belaufen sich die Erlöse in den Spielzeiten 2010/11 und 2011/12 auf 63,4 beziehungsweise 62,2 Millionen Euro. Die negative Entwicklung im letztgenannten Berichtszeitraum resultiert aus der Tatsache, dass die Einnahmen aus der Lizenzvergabe für Sammelbilder und -Sticker noch fehlen. Der Vertrag mit dem bisherigen Partner Topps endet in der Vorsaison.
„Die tatsächlichen Einnahmen werden höher ausfallen. Zumal wir noch etwaige Vermarktungsoptionen haben", erklärt Jörg Daubitzer, Chief Operating Officer DFL Sports Enterprises. So läuft nach wie vor die Suche nach einem Premium-Partner, der sich unter anderem auf den Trikotärmeln aller 36 Bundesligaclubs präsentieren kann. Die Deutsche Telekom hat diesen Platz vor Saisonbeginn geräumt. Daubitzer: „Wir blicken einem baldigen Vertragsabschluss positiv, aber nicht euphorisch entgegen." Die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise scheinen die Akquise nach wie vor zu erschweren. So wird mit einem Premium-Partner nun erst zu Beginn der Saison 2010/11 kalkuliert. Noch bis vor kurzem unterstrichen die DFL-Verantwortlichen die Möglichkeit, bereits in der Rückrunde der laufenden Saison den Partner der obersten Sponsorenkategorie an Bord zu haben. mh
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