HORIZONT.NET
20.05.2008

Fußball-Rechte

von Miriam Hebben,
Redakteurin Ressort Marketing

Bundesliga soll im Free-TV bleiben


DFL-Chef Christian Seifert hält am Free-TV-Modell fest 

DFL-Chef Christian Seifert hält am Free-TV-Modell fest

Die Fußball-Bundesliga soll auch ab der Saison 2009/10 möglichst breit im frei empfangbaren Fernsehen übertragen werden. Das geht aus den Verwertungsszenarien hervor, die die Deutsche Fußball-Liga (DFL) im Rahmen der Ausschreibung ihrer audio-visuellen Rechte heute in Frankfurt präsentiert hat. "Die Bundesliga wird auch künftig keine reine Pay-TV-Veranstaltung werden", so Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung.

 
Konkret hat das Zentralorgan des deutschen Profi-Fußballs zwei Free-TV-Verwertungsszenarien vorgestellt. Dabei können Interessenten zum einen im Rahmen des etablierten Verwertungsschemas bieten, das weiterhin eine zeitnahe Berichterstattung am Samstag beinhaltet. Alternativ gibt es ein zweites Szenario, das am Sonntag im frei empfangbaren Fernsehen ein 14-tägliches Live-Spiel sowie eine vorgezogene Highlight-Zusammenfassung ab 18.45 Uhr mit bis zu vier Spielen in der Erstverwertung vorsieht. In beiden Szenarien gibt es darüber hinaus an acht Spieltagen pro Saison ein "Spiel des Monats" am Samstagabend um 20.30 Uhr, für das sowohl im Free- als auch im Pay-TV-Bereich geboten werden kann.
 
"Noch ist aber nichts entschieden. Wenn die Ausschreibung startet, können interessierte Unternehmen im Rahmen der vorgestellten Szenarien ihre Gebote abgeben. Die letzte Entscheidung über die Annahme eines Szenarios wird dann die Mitgliederversammlung des Ligaverbandes haben", sagt Ligapräsident Reinhard Rauball.
 
Bis die Medien Post von der DFL bekommen, kann es aber noch einige Zeit dauern. Der Rechteverkauf für die Übertragungsrechte liegt seit Monaten auf Eis, weil das Bundeskartellamt die Pläne von DFL und Medienunternehmer Leo Kirch bisher nicht freigegeben hat. Der Pay-TV-Anbieter Premiere, der für die Rechte mitbietet, hatte das geplante Vermarktungsmodell als kartellrechtlich unzulässig bezeichnet. So lehnt das Unternehmen die Abnahme eines vorproduzierten Bundesliga-Produkts ab.

Weitere Nachrichten aus Marketing vom 20.05.2008:

Studie: Nur EM-Sponsor Coca-Cola kann bislang bei den Verbrauchern punkten
WM 2010: Continental spielt als offizieller Sponsor mit
Heineken bleibt in der Champions League am Ball

Zur Übersicht
Lesezeichen hinzufügen bei
Mister Wong Yahoo MyWeb BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Link Arena Yigg Web News OneView
Nachrichten
Kreation

Persil Gel
Unter dem Motto "Persil Gel. Das passt zu mir" macht Henkel, Düsseldorf, mit einer crossmedialen Kampagne auf die Persil Flüssigrange aufmerksam. Ab kommender Woche werben TV-Spots, Anzeigen und Plakate für die vier Gel-Varianten Color, Universal, Sensitive und das neue Produkt "mit der Frische von Vernel".

Chart des Tages
Chart_Grafik.jpg
Cannes Lions 2008
Trotz der Rekordausbeute von insgesamt 54 Lions rutscht Deutschland auf Platz 3 im Ländervergleich (2007: Platz 2). Führend sind die USA, gefolgt von Großbritannien. Das Ranking der deutschen Agenturen führt Nordpol mit acht Löwen an.
HORIZONT Print
cover_klein.jpg
HORIZONT 29/2008 vom 17.07.2008
Das Top-Thema der Woche: Bei Pro Sieben Sat 1 stoßen derzeit zwei Welten aufeinander. Wirtschaftspresse und die Finanzmärkte senken den Daumen, Andreas Bartl hingegen präsentiert sich als Konzernvorstand kämpferisch und selbstbewusst.
Zum Inhalt
Infos zum Abo