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Fußball-Rechte

von Miriam Hebben,
Redakteurin Marketing / Sportbusiness

Bundesliga soll im Free-TV bleiben


DFL-Chef Christian Seifert hält am Free-TV-Modell fest 

DFL-Chef Christian Seifert hält am Free-TV-Modell fest

Die Fußball-Bundesliga soll auch ab der Saison 2009/10 möglichst breit im frei empfangbaren Fernsehen übertragen werden. Das geht aus den Verwertungsszenarien hervor, die die Deutsche Fußball-Liga (DFL) im Rahmen der Ausschreibung ihrer audio-visuellen Rechte heute in Frankfurt präsentiert hat. "Die Bundesliga wird auch künftig keine reine Pay-TV-Veranstaltung werden", so Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung.

 
Konkret hat das Zentralorgan des deutschen Profi-Fußballs zwei Free-TV-Verwertungsszenarien vorgestellt. Dabei können Interessenten zum einen im Rahmen des etablierten Verwertungsschemas bieten, das weiterhin eine zeitnahe Berichterstattung am Samstag beinhaltet. Alternativ gibt es ein zweites Szenario, das am Sonntag im frei empfangbaren Fernsehen ein 14-tägliches Live-Spiel sowie eine vorgezogene Highlight-Zusammenfassung ab 18.45 Uhr mit bis zu vier Spielen in der Erstverwertung vorsieht. In beiden Szenarien gibt es darüber hinaus an acht Spieltagen pro Saison ein "Spiel des Monats" am Samstagabend um 20.30 Uhr, für das sowohl im Free- als auch im Pay-TV-Bereich geboten werden kann.
"Noch ist aber nichts entschieden. Wenn die Ausschreibung startet, können interessierte Unternehmen im Rahmen der vorgestellten Szenarien ihre Gebote abgeben. Die letzte Entscheidung über die Annahme eines Szenarios wird dann die Mitgliederversammlung des Ligaverbandes haben", sagt Ligapräsident Reinhard Rauball.
 
Bis die Medien Post von der DFL bekommen, kann es aber noch einige Zeit dauern. Der Rechteverkauf für die Übertragungsrechte liegt seit Monaten auf Eis, weil das Bundeskartellamt die Pläne von DFL und Medienunternehmer Leo Kirch bisher nicht freigegeben hat. Der Pay-TV-Anbieter Premiere, der für die Rechte mitbietet, hatte das geplante Vermarktungsmodell als kartellrechtlich unzulässig bezeichnet. So lehnt das Unternehmen die Abnahme eines vorproduzierten Bundesliga-Produkts ab.
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