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Angriff auf Apple: Intel powert mit Megakampagne für die Ultrabooks


von Michael Reidel,
Ressortleiter Marketing

Sie sind maximal 21 Millimeter dick und nicht schwerer als 1,4 Kilogramm. Mit den neuen Ultrabooks will Intel Apple und dem Aufmarsch der Tablet-PC Paroli bieten. Dafür investiert das Unternehmen kräftig. Am Freitag startet in den USA eine umfangreiche und vielschichtige Kampagne. Es ist der größte Auftritt des Chipherstellers seit dem Start des Intel Centrino im Jahr 2003. Neben TV und Print setzt das Unternehmen auf Online-Aktionen. Insgesamt steckt der Chiphersteller mehrere Hundert Millionen US-Dollar in den Auftritt.
 
Mit der neuen Geräteklasse verbindet der US-Hersteller große Hoffnungen. Die Ultrabooks sollen den Notebook-Absatz ankurbeln, was für Intel überlebenswichtig ist. Anders als in den Klassikern des mobilen Arbeitens sind in Tablets-PC meist keine Intel-Prozessoren verbaut. Für die Notebooks der neuen Generation hat Intel mit Samsung, Asus, Acer und Toshiba zahlreiche Partner gewonnen. Doch das Geld und namhafte Partner alleine werden nicht genügen. Die Vermarktung und die Leistungsfähigkeit der Geräte müssen stimmen, will man gegen die Tablets wirklich gewinnen.
Klaus Obermaier, Leiter Marketing und Kommunikation von Intel Deutschland 

Klaus Obermaier, Leiter Marketing und Kommunikation von Intel Deutschland

„Mit der Aktion 'A new Era of Computing' gehen wir einen neuen Weg beim Marketing“, kündigt Klaus Obermaier, Leiter Marketing und Kommunikation von Intel in Deutschland an. Für Intel heißt das zunächst, in den TV-Spots nicht über Mikroprozessoren oder die Ausstrahlung des Unternehmens zu sprechen. „Vielmehr zeigen wir auf, wie die von Intel ins Leben gerufenen Kategorie der Ultrabooks ein neues Computing-Zeitalter einläuten.“ Der Werbespot „Desperado“ etwa ist als eine Parodie auf den klassischen Italo-Western konzipiert und spielt mit der Geschwindigkeit der Ultrabooks. Im Spot „House of Flying Laptops“ geht es um die längere Akkulaufzeit und spielt auf Martial Arts-Filme wie „House of Flying Daggers“ und „Crouching Tiger, Hidden Dragon“ an. Und in der „Tafelrunde“, der in einer europäischen Burg spielt, geht es um den kleinen Formfaktor und die hohe Leistung der Leichtgeräte.
 
Einen neuen Weg geht Intel zudem in den digitalen Kanälen. Ende April startet in 50 anderen Ländern und in 26 Sprachen eine Online-Aktion, in der User die Werbespots interaktiv beeinflussen können. Besucher der Kampagnenseite tauchen durch Entscheidungen in eine Welt der Abenteuer ein. Für den europäischen Markt hat Intel zudem die Social-Media-Kampagne „Project Monument“ entwickelt. Ab Ende Mai können User auf Facebook unter anderem ihre PC-Vergangenheit wiederbeleben. Schon jetzt darf man gespannt sein, wie viele Commodore 64 und Atari-Rechner inden User-Postings ihre Wiedergeburt erleben.
 
Hierzulande startet die Kampagne im April mit Online, im Mai folgen Print und die Werbeblöcke der TV-Sender. Zudem setzt Intel in Deutschland auch Mobile-Ads, Kino, Outdoor sowie Liveerlebnisse ein. Bei einer Roadshow werden prominente Gebäude der größten deutschen Städte mit 3D-Projektionen überzogen. Zudem gibt es Interaktions-Möglichkeiten für die Besucher. Die Tour wird vor allem über Social-Media aktiviert und begleitet.
 
Entwickelt hat die Kampagne Venables Bell & Partners in San Francisco. Die Kreativen verantworten seit 2009 auch die Intel-Markenkampagne „Sponsors of Tomorrow“. Die interaktive Online-Aktion hat Interlude aus Israel konzipiert und umgesetzt. Die globale Mediaverantwortung liegt bei OMD. mir
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