Mediamix
16.09.2010
Allianz verzehnfacht Online-Budget zulasten von Print
Das Versicherungsunternehmen Allianz plant einen dramatischen Shift in seinem Mediabudget. „Wir haben zwei Jahre den Markt analysiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir künftig 25 Prozent unserer Spendings ins Internet geben – bisher waren es 2 bis 3 Prozent“, sagte Christian Deuringer, Head of Global Brand Management, heute auf einem Podium auf der Kölner Onlinemesse Dmexco.
Die Entscheidung begründet er mit der steigenden Internetnutzung. Wenn 25 Prozent der Allianz-Kunden im Web unterwegs seien, müsse sein Unternehmen dies auch im Mediasplit widerspiegeln. "Früher haben viele Menschen beim Fernsehen nebenbei Zeitungen oder Zeitschriften gelesen, heute nutzen sie eben das iPad oder ähnliche Geräte", so Deuringer weiter.
Das zusätzliche Geld für Online-Werbung will Deuringer aus der Gattung Print abziehen. Ohnehin wird das Medium in Zukunft noch stark bluten müssen, glaubt man der Abstimmung beim Dmexco-Publikum. Von den geschätzt 200 Zuschauern glauben ganze 74 Prozent, dass Werbungtreibende ihre Budgets aus dem gedruckten Medium abziehen werden. Allerdings warnte Deuringer vor einem Abgesang auf die Verlage: „Jedes Printhaus hat vernünftige Internetauftritte. Und einen großen Teil der 25 Prozent, die die Allianz künftig in Internetwerbung investiert, wird in diese Portale fließen.“ bn/mas
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