Sportartikler
11.06.2010
Adidas verzichtet zur WM auf TV-Werbung / Stamminger: „Kampagnen müssen online funktionieren“
Wenn am heutigen Freitag der Anpfiff zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 ertönt, sind die drei Streifen allgegenwärtig. Mit zwölf Teams rüstet der Herzogenauracher Sportartikler doppelt so viele wie 2006 aus und stellt als Fifa-Partner auch den WM-Ball. Rar macht sich die Marke dagegen im Werbeblock - jedenfalls in Deutschland. „Das Adidas-Logo ist während des Turniers permanent auf der Spielerkleidung und Werbebanden im TV präsent. Da brauchen wir nicht auch noch Spots zu schalten", sagt Adidas-Markenvorstand Erich Stamminger im HORIZONT-Interview.
Dort, wo die Medienlandschaft es zulässt, spielt Adidas die WM in erster Linie online. Die zentralen Plattformen: Adidas.com/football und Facebook.com/adidasfootball. Dort ist auch der aktuelle WM-Spot "Fast vs. Fast" mit Fußballstar Lionel Messi zu sehen, der den Schuh F50 Adizero promoted (Agentur: 180, Amsterdam).
Wie viel des Marketingbudgets global genau in digitale Kanäle fließen, will Adidas nicht verraten. Allerdings investiere man heute „mehr in digitales Marketing als in den 90ern in klassische TV- und Printwerbung zusammen. Für die Medien lautet das bittere Fazit: Adidas investiert immer mehr ins Marketing, aber immer weniger in Media. Stamminger: „Der Trend geht eindeutig dahin." mh/jm
Das komplette Interview mit Erich Stamminger lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 23/2010 vom 10. Juni.
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