Außenwerbung
15.01.2013
Ströer: Deutschlandchef Dirk Wiedenmann geht
Das Personalkarussel bei Ströer dreht sich schnell weiter: Dirk Wiedenmann, im Vorstand zuständig für das Deutschlandgeschäft, hat den Außenwerber verlassen. Seine Aufgaben fallen fortan in den Zuständigkeitsbereich von COO Christian Schmalzl.
Allzu überraschend kommt die Nachricht nicht. Erst Ende vergangenen Jahres war Wiedenmann im Vorstand der neue Chief Operating Officer (COO) Schmalzl vor die Nase gesetzt worden, der seitdem länderübergreifend für das operative Geschäft der gesamten Unternehmensgruppe sowie für das im Dezember neu geschaffene Segment „Ströer online" verantwortlich ist. CEO Udo Müller legt seinen Schwerpunkt künftig vor allem auf die strategische Geschäftsentwicklung. Um die Konzernbereiche Finanzen, Recht, Personal, Zentraler Einkauf und IT kümmert sich weiterhin CFO Alfred Bührdel.
Das Deutschlandgeschäft dürfte den früheren Initiative-Chef zuletzt allerdings unter Druck gesetzt haben. Das Segment, Ströers größter Umsatzbringer, konnte im vergangenen Jahr nicht mehr an frühere Umsätze anschließen. Mit 293,4 Millionen Euro erzielte die Sparte in den ersten neun Monaten 2012 einen um 4,6 Prozent niedrigeren Umsatz als 2011 (307,7 Millionen), organisch gingen die Zahlen um 5,2 Prozent nach unten. Der Erfolg, den Wiedenmann dem neuen Managementteam, zu dem auch Vertriebschefin Esther Raff gehört, anlässlich seiner Verabschiedung gewünscht hat, ist dringend notwendig. Seine eigenen Pläne sind dagegen nicht bekannt. Laut Unternehmen will der scheidende Vorstand "seine Karriere außerhalb Ströers fortsetzen". kl
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