Management
30.12.2008
Spekulationen um G+J-Vorstandschef reißen nicht ab
Täglich wird die Liste der potenziellen Kandidaten für eine Nachfolge des Gruner + Jahr Vorstandsvorsitzenden Bernd Kundrun länger - und fantasievoller. Kundrun hatte am 23. Dezember sein Vorstandsmandat beim G+J-Mutterkonzern Bertelsmann niedergelegt. Seither gilt auch sein Abgang als Chef von Deutschlands größtem Zeitschriftenverlag als ausgemachte Sache.
Als neue Kandidaten für den G+J-Vorstandsvorsitz handelt der Branchendienst "Kress" Fernando Carro, Chef von Bertelsmanns Direct Group, sowie Paul-Bernhard Kallen, Vorstand bei Hubert Burda Media. Carro ist seit Ende 2007 CEO der seit Jahren angeschlagenen kleinsten Bertelsmann-Sparte Direct Group, die 2007 einen Rückgang des Operating Ebit von 100 Millionen Euro auf nur noch 10 Millionen Euro hinnehmen musste. Dass er die Verantwortung für die wichtige Zeitschriftensparte, an der die Familie Jahr noch mit 25,1 Prozent beteiligt ist, übernimmt, halten Beobachter für unwahrscheinlich.
"New Business" nennt sogar Friedrich Wehrle, Geschäftsführer der G+J-Tochter Motorpresse in Stuttgart. Das "Handelsblatt" hatte auch den Namen von Axel-Springer-Vorstand Andreas Wiele in den Ring geworfen.
Nach HORIZONT-Informationen gilt bei Gruner + Jahr derzeit noch immer eine interne Lösung als wahrscheinlichste. Heiße Anwärter sollen G+J-Deutschlandchef Bernd Buchholz und der Leiter von G+J International, Torsten-Jörn Klein, sein. Außenseiterchancen werden außerdem CFO Achim Twardy eingeräumt. pap
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