Management
Publicis und CEO Manfred Schüller gehen getrennte Wege
Paukenschlag zum Jahresauftakt in der deutschen Publicis-Gruppe: Manfred Schüller ist von seinem Amt als CEO zurückgetreten. Laut Pressemitteilung verlässt er die Agentur in beiderseitigem Einvernehmen.
„Seine Entscheidung ist Konsequenz der in den vergangenen Monaten mit dem Management von Publicis Worldwide geführten Gespräche und den dabei aufgetretenen Schwierigkeiten, eine Einigung über die Ausrichtung und Entwicklung von Publicis Deutschland zu erzielen", heißt es in dem Text.
Die Nachfolge Schüllers tritt Olivier Fleurot, Executive Chairman von Publicis Worldwide, an. An ihn berichtet das deutsche Management um COO Peter Wendt und CFO Erwin Bakker. „Manfred und ich haben eine unterschiedliche Vision was die Zukunft der Agentur angeht. Ich wünsche ihm alles Gute für seine zukünftigen Unternehmungen", erklärt Fleurot.
Schüller, 57, stand seit März 2005 an der Spitze der drittgrößten Agenturgruppe in Deutschland. Er kam damals von Springer & Jacoby, wo er zuletzt als Non Executive Chairman tätig war. Davor arbeitet er unter anderem bei Gruner + Jahr, wo er die werbliche Gesamtverantwortung für den "Stern" und andere Titel inne hatte.
Schüllers Aufgabe bei Publicis war, die Marktbedeutung der Agentur weiter auszubauen und der Gruppe ein erkennbares Profil zu verschaffen. Unterstützt wurde er unter anderem von Unternehmensberater Roland Berger, dem Non Executive Chairman der Gruppe.
Kritiker werfen Schüller vor, dass er dabei nicht sehr weit gekommen ist. Als Problem gilt nach wie vor die kreative Reputation der Agentur. Schüller war seit längerer Zeit auf der Suche nach einem Kreativchef für die Gruppe, konnte aber keinen geeigneten Kandidaten finden.
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- Agenturnavigator : Publicis Deutschland
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