Philipp Busch verlässt Manager Magazin
Die Spiegel-Gruppe kommt nicht zur Ruhe: Parallel zu den Diskussionen über einen Einstieg bei der "FTD" und mögliche Synergien vor allem mit dem "Manager Magazin" verlässt dessen langjähriger Geschäftsführer Philipp Busch das Haus zum Jahresende. Dies teilte der Wirtschaftsverlag, an dem sowohl "Spiegel" als auch Gruner + Jahr direkt beteiligt sind, in einer kurzen Meldung mit.
Immerhin danken die Gesellschafter Busch "herzlich": "Unter seiner Führung entwickelte sich der Verlag überaus erfolgreich; Auslandsmärkte in Osteuropa wurden erschlossen." Über die Nachfolge Buschs werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, sagte eine Sprecherin. Über die Hintergründe der Trennung wollte sie nichts sagen.
Offenbar hat die Chemie mit dem im Januar dieses Jahres angetretenen "Spiegel"-Geschäftsführer Mario Frank nicht gestimmt. Der Spiegel-Verlag hält 75,1 Prozent am "Manager Magazin"; Frank fungiert hier als Vertreter des Hauptgesellschafters. Der Bruch hat sich bereits im März dieses Jahres angedeutet, als Buschs Projekt "Manager Life" gestoppt wurde. Unter diesem Arbeitstitel hatte Busch ein eigenständiges Lifestyle-Magazin für Männer entwickelt, das dem Vernehmen nach in Tests gut abgeschnitten haben soll.
Busch, 44, arbeitete nach BWL-Studium und Promotion in Geographie unter anderem als Berater bei der Boston Consulting Group. Von 1996 bis Juli 2000 war er für die G+J Wirtschaftspresse in Köln tätig, zuletzt als Verlagsgeschäftsführer. Im Juli 2000 wurde er Chef des Business Channel von G+J. Ein Jahr später ging Busch als Verlagsleiter zum "Manager Magazin", 2002 wurde er Geschäftsführer. Wohin es ihn nun verschlägt, ist noch unklar. rp
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