Mercedes Car Group
Olaf Göttgens vor Wechsel zu Rodenstock
Die Mercedes Car Group verliert ihren weltweiten Markenchef. Einem Bericht der „FTD" zufolge steht Olaf Göttgens vor einem Wechsel zum Brillenhersteller Rodenstock, bei dem er Vorstandschef werden soll. Göttgens arbeitet seit knapp zweieinhalb Jahren beim Stuttgarter Autohersteller.
Olaf Göttgens ist ein ehrgeiziger Manager und brillianter Kontakter. Ein "Überflieger" der Marketingszene, wie ihn die "FTD" darstellt, ist der ehemalige Unternehmensberater nicht. Die Autoindustrie und die Marke Mercedes - das war Göttgens Traum, wie er immer wieder betont hat. Und zwar am besten als Vorstand des Autoherstellers. Allerdings hat sich gezeigt, dass dies wohl ein unrealisierbares Unterfangen war. Markenchef - ja, Markenvorstand - nein. Göttgens, der bei Daimler durchaus umstritten war, hat die Konsequenzen gezogen. Nun wird er Chef des Brillenunternehmens Rodenstock. Auch eine "schöne Herausforderung", um es auf Managerdeutsch zu sagen. Volker Schütz
Nun sollen Göttgens und der Münchner Brillenhersteller handelseinig geworden sein – ein Vertrag ist laut "FTD" allerdings noch nicht unterschrieben. Rodenstock war - ebenso wie Göttgens - für eine Stellungnahme bislang nicht zu erreichen. Ein Mercedes-Sprecher will den Bericht hingegen nicht bestätigen. "Wir nehmen zu Personal-Spekulationen grundsätzlich keine Stellung", heißt es auf Anfrage von HORIZONT.
Bei seinem neuen Arbeitgeber warten schwierige Aufgaben auf Göttgens. Rodenstock, das interimsweise vom Ex-Hugo-Boss-Chef Peter Littmann geführt wird, kämpft seit längerem mit Umsatzrückgängen. Das Unternehmen hat angekündigt, eine zweite Marke für junge und weibliche Kunden auflegen zu wollen. Sie soll im nächsten Jahr bei den Optikern im Regal stehen.
Bis zur Übernahme durch den britischen Finanzinvestor Permira war Rodenstock 125 Jahre lang ein Familienunternehmen. 2007 übernahm der Finanzinvestor Bridgestone die Firma für 700 Millionen Euro von Permira. vs/jh
Ein Verlust?
Wenn ich an die letzten Kampagnen von Mercedes denke (SL TV-Spot z.B.), bin ich mir nicht sicher, ob das so ein großer Verlust für die Stuttgarter ist.Gewinn für Mercedes
Schließe mich der Vorrednerin an, wo ist der Verlust? Man kann Mercedes nur gratulieren, da sich jetzt ein grosses Tor für eine bessere und gute Zukunft auftut. Während VW / Audi mit einem überzeugenden Markenauftritt glänzt, gab es unter der Ägide von Göttgens doch nur Stückwerk. Und damit ist nicht der historische SL gemeint, den der ausgewiesene Nicht-Car-Guy in real und auf Youtube zerlegt hat.Weitere Nachrichten aus Leute vom 20.08.2008:
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