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Doetz tritt nicht mehr für VPRT an / Neue Struktur ab Ende November



Doetz will jedoch weiter für den Verband tätig sein 

Doetz will jedoch weiter für den Verband tätig sein

TV-Urgestein Jürgen Doetz tritt als Präsident des Rundfunkverbandes VPRT ab. Am 29. November werden die Verbandsmitglieder über ihre künftige Führung entscheiden. Dabei tritt ein vor einem Jahren beschlossener Umbau der Führungsstruktur in Kraft. Künftig repräsentiert ein Vorstandsvorsitzender den Verband. Bereitschaft für eine Kandidatur um den Posten signalisiert RTLs Medienpolitiker Tobias Schmid.
 
Der 68-jährige Doetz stand 16 Jahre lang an der Spitze des Verbandes privater Rundfunk und Telemedien. Seit seinem Abgang als Vorstand von Pro Sieben Sat 1 im Jahr 2004 war er hauptamtlicher Präsident der Interessensvertretung von 140 Radio- und TV-Sendern. Doetz ist ein Anhänger des dualen Rundfunksystems, kämpfte aber stets engagiert gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Legendär waren die Wortgefechte, die er sich im Vorfeld des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrages mit dem mittlerweile verstorbenen damaligen ARD-Vorsitzenden Fritz Raff lieferte.
Schon vor zwei Jahren hat der VPRT jedoch die Weichen für die Nach-Doetz-Ära gestellt. Die Geschäftsführung des Verbandes, die Claus Grewenig inne hat, wird gestärkt, Haupt- und Wahlämter werden getrennt. Diese schon 2010 beschlossene Satzungsänderung tritt mit der Mitgliederversammlung kommende Woche in Kraft. Der neue Vorstand wird aus den Vorsitzenden der Fachbereiche und ihren Stellvertretern sowie bis zu acht weiteren Vorstandsmitgliedern bestehen. Diese wählen aus ihrer Mitte dann den Vorsitzenden.
 
Tobias Schmid, derzeit Fachbereichsvorstand Fernsehen und Multimedia und hauptamtlich Cheflobbyist der Mediengruppe RTL Deutschland, ist bereit für den Posten des Vorstandsvorsitzenden zu kandidieren, sollte er in den Vorstand gewählt werden. Der in der jetzigen Struktur zweite Fachbereich Radio- und Audiodienste wird von Klaus Schunk geführt, Geschäftsführer von Radio Regenbogen. Schunk und Schmid sind bislang auch stellvertretende Präsidenten des VPRT.
 
Doetz will auch künftig für den Verband tätig sein. In welcher Position wird der künftige Vorstand entscheiden. Möglich ist, dass er sich um einen Themenschwerpunkt kümmern wird. Ein "verkappter Vorsitzender" wolle er nicht sein, sagte er vor Journalisten in Berlin. pap
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