Spiegel Verlag
Claus Kleber führt im Rennen um Aust-Nachfolge
Und wieder kocht an der Hamburger Brandstwiete am Freitagnachmittag die Gerüchteküche auf höchster Stufe: Genau drei Wochen nach dem Bekanntwerden der überraschenden vorzeitigen Entlassung des „Spiegel"-Chefredakteurs Stefan Aust und den dann folgenden wilden Nachfolgerspekulationen scheinen sich die Gesellschafter des Spiegel-Verlags nun auf einen Kandidaten geeinigt zu haben: Claus Kleber, den Leiter und Moderator des ZDF-„Heute Journals". Dies berichtet FAZ.net.
Der Spiegel-Verlag nimmt dazu keine Stellung. Auch Armin Mahler, Sprecher der Geschäftsführung der Mitarbeiter KG, der 50,5 Prozent des Verlages gehören, will die Meldung nicht kommentieren, „um das Verfahren nicht weiter zu erschweren", so Mahler gegenüber HORIZONT.net. Gruner + Jahr (25,5 Prozent) schweigt ebenfalls. Aus Verlagskreisen sind unterschiedliche Bewertungen zu hören: „Es gibt diese Einigung", heißt es auf der einen Seite. Andere bestätigen dies, geben aber zu bedenken, dass die Verhandlungen mit den Kandidaten zum Teil noch nicht beendet seien. Auch Uwe Vorkötter, Chefredakteur der „Frankfurter Rundschau", sei noch im Rennen, glauben Dritte zu wissen.
Das ZDF hat laut „SZ" mittlerweile bestätigt, dass Kleber ein entsprechendes Angebot vorliegt. Seine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, so ein ZDF-Sprecher. Laut „SZ" will das ZDF jedoch versuchen, Kleber zu halten. Entsprechende Gespräche stünden an.
FAZ.net hatte gemeldet, dass Kleber „aller Voraussicht nach" neuer „Spiegel"-Chefredakteur werde - unterstützt von drei Stellvertretern: dem bisherigen Spiegel-Online-Chefredakteur Matthias Müller von Blumencron, dem bisherigen „Spiegel"-Vize Martin Doerry sowie einem weiteren Kandidaten. Dies könnte, so spekulieren Verlagskreise, eine Frau werden, um der seit langem gestellten Forderung nach Frauen in „Spiegel"-Führungspositionen gerecht zu werden. Unklar ist, ob von Blumencron im Falle seines Einrückens in die Print-Chefredaktion weiterhin Chef von Spiegel Online bleiben und in dieser Konstellation Print und Online koordinieren würde.
Im Umfeld der Redaktion heißt es außerdem, mit einem Chefredakteur Kleber könne man leben. Ähnlich wie Aust sei Kleber, 52, ein hervorragender Journalist und Buchautor („Amerikas Kreuzzüge", 2005), der als TV-Mann zudem über das notwendige visuelle Vermögen verfüge - wichtig etwa bei Entscheidungen über das Titelbild. Andere monieren dagegen, Kleber habe weder Print- noch Führungserfahrung mit einer großen Redaktionsmannschaft. Beide Vorwürfe waren jedoch anfangs auch Aust gemacht worden.
Kleber, Jahrgang 1955, war von 1986 an 15 Jahre lang als USA- und zuletzt kurz auch als London-Korrespondent für die ARD tätig und berichtete unter anderem über die Terroranschläge vom 11. September 2001. Zwischenzeitlich war er auch Chefredakteur des Radiosenders Rias in Berlin. Seit Anfang 2003 ist der promovierte Jurist Redaktionsleiter und Moderator des „Heute Journal" im ZDF. Wann Kleber - wenn überhaupt - den „Spiegel"-Job antreten könnte, ist ebenfalls unklar. Stefan Aust, 13 Jahre auf diesem Posten, leitet die Geschicke des Blattes laut Vertrag bis Ende 2008, dürfte aber wohl vorzeitig abtreten. rp
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Anchorman Kleber gute Wahl für multimedialen Spiegel
Ich bedaure zwar, dass ich meinen Lieblingsmoderator dann nicht mehr im heute journal sehe - da muss mich dann Marietta Slomka trösten, aber für den Spiegel und gerade Spiegel TV ein hervorragender Anchorman. Allerdings wäre für den Spiegel aus meiner Sicht auch Gabor Steingart eine sehr gute Wahl gewesen.hin und weg
Das schreibe ich gerade im Blog http://www.off-the-record.de/ dass es auch schon bei Wikipedia steht, da informiert mich ein leser, dass es bei Wikipedia schon wieder weg ist. Und bei Spon selbst noch kein Wort. Lustig das alles.Claus Kleber statt Aust
Claus Kleber, wäre eine wirklich vernünftige Wahl. Denn er ist wirklich ein seriöser JournalistWeitere Nachrichten aus Leute vom 07.12.2007:
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