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TV-Konzern

von Juliane Paperlein,
Ressortleiterin Medien

Bestätigt: Bartl verlässt Pro Sieben Sat 1 und macht sich selbständig


Andreas Bartl wählt den Weg in die Selbständigkeit

Andreas Bartl wählt den Weg in die Selbständigkeit


Nun ist es offiziell: Andreas Bartl, Vorstand TV Deutschland, verlässt nach 20 Jahren Pro Sieben Sat 1 am 1. März "auf eigenen Wunsch", wie es in der Pressemitteilung heißt. Bereits vergangene Woche waren nicht-dementierte Gerüchte zu einem Abgang des Vorstandes kursiert.
 
Bartl macht sich selbstständig und soll dem Konzern als Berater zur Verfügung stehen. Den Vorstandsbereich übernimmt kommissarisch CEO Thomas Ebeling. Den Vorsitz der Geschäftsführung der Pro Sieben Sat 1 TV Deutschland GmbH (TVD), die die Sender der Gruppe bündelt, übernimmt Jürgen Hörner. Hörner gehört der TVD bereits als Geschäftsführer von Pro Sieben an.
Grund für Bartls Abgang dürften unter anderem die ungelösten Probleme beim Flaggschiff Sat 1 sein. Die Quote des Senders dümpelt seit Jahren unter 11 Prozent herum - der magischen Marke, die der Konzern für den Kanal erreichen will. Im Januar war sie sogar unter 10 Prozent abgesackt. Aktueller Geschäftsführer von Sat 1 ist Joachim Kosack. Von Februar 2009 bis September 2010 hatte Bartl die Geschäfte des Senders jedoch zusätzlich zu seinen Aufgaben als Vorstand selbst geführt - ebenfalls ohne den Trend in der Quote umkehren zu können. Zuvor lag die Aufgabe bei Guido Bolten, der gerade mal 14 Monate im Amt war, bevor er wegen des mangelnden Erfolges gehen musste.
 
Nichts desto trotz genießt Bartl in der Branche ein hohes Ansehen. Der TV-Manager gilt hierzulande als einer der versiertesten Programmmacher. Vor seinem Eintritt in den Vorstand hatte er zuerst Kabel Eins und dann Pro Sieben zum Erfolg geführt und in dieser Zeit Marken wie "Schlag den Raab" und "Germany's next Topmodel" etabliert. Auch Sat--1-Erfolge wie "Danni Lowinski", "Der letzte Bulle", "Unser Star für Oslo" und zuletzt "The Voice" gehen auf sein Konto. Bartl tritt mit einem sehr persönlichen Statement ab. "Es war eine tolle Zeit, in der ich mit vielen großartigen Fernsehmachern und Künstlern zusammenarbeiten konnte. Ohne sie und mein Team wären all die Erfolge nicht möglich gewesen. Ich danke euch!". pap
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