Verlage
27.11.2009
Bauer: Warum Andreas Fritzenkötter gehen muss und die Goldene Feder 2010 wohl ausfällt
Im Hause Bauer jagt eine Nachricht die nächste. Wie der Hamburger Verlag am Freitag mitteilte, wird Andreas Fritzenkötter die Bauer Media Group Ende dieses Monats verlassen. Hintergrund seien "unterschiedliche Auffassungen über die Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit der Gruppe".
Verleger Heinz Bauer, vielleicht aber mehr noch die aktuelle Geschäftsleitung des Hauses - Yvonne Bauer, Eckart Bollmann und Andreas Schoo -, vertreten mittlerweile offensichtlich eine grundsätzlich andere Ansicht zur Verlagskommunikation als das Gremium in seiner Zusammensetzung von vor zehn Jahren, als Bauer den gelernten Journalisten Fritzenkötter in den Verlag geholt hat. Er hat seitdem die Darstellung der Bauer Media Group in der Öffentlichkeit unter anderem mit der Einführung einer jährlichen Bilanzpressekonferenz des medienscheuen Verlegers und dem Promi-Medienpreis "Goldene Feder" geprägt. Diese Veranstaltung fällt künftig möglicherweise aus; zumindest für 2010 sei sie nicht geplant, heißt es.
Der 51-Jährige ist seit 10 Jahren als Kommunikationschef für Bauer tätig. Er beerbte damals Roman Köster als Chef des Geschäftsbereichs Kommunikation, PR und Presse. Zuvor hatte Fritzenkötter unter anderem als Medienbeauftragter für den damals amtierenden Bundeskanzler Helmut Kohl gearbeitet. Die Leitung des Bereiches PR soll vorerst nicht neu besetzt werden. Andere Quellen sprechen davon, dass ein Nachfolger gesucht werde. Die operativen Aufgaben übernimmt Berit Sbirinda, stellvertretende Leiterin Unternehmenskommunikation. mas/rp
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