04.01.2010
Verlage im Web
DuMont baut Netzeitung zum automatisierten Nachrichtenportal um
Roboter statt Redakteure - auf diese Formel kann man die Zukunft der Netzeitung bringen. Erst im November hat der Kölner Verlag M. DuMont Schauberg (MDS) bekannt gegeben, die Website aus wirtschaftlichen Gründen nicht wie bisher weiterzuführen und den rund zwölf Mitarbeitern zu kündigen. Nun gibt MDS bekannt, wie es mit der Marke weitergehen wird: DuMont Net, die Internettochter des Verlags, startet unter Netzeitung.de ein automatisiertes Nachrichtenportal.
"Wir haben einen völlig neuen Ansatz gewählt, um die künftige Nutzung dieser Traditionsmarke zu gewährleisten", erklärt Silke Springensguth, Geschäftsführerin von DuMont Net. Das Kernstück für die Automatisierung des Portals bildet die Technik von Nachrichten.de, dem automatisierten Nachrichtenportal von Tomorrow Focus. Nachrichten.de aggregiert, sortiert und gewichtet die Informationen von 500 News-Quellen und bietet anderen Publishern die Möglichkeit, über eine Programmierschnittstelle (API) darauf zuzugreifen.
Die technische Umsetzung sowohl von Nachrichten.de als auch der neuen Netzeitung verantwortet das Unternehmen Neofonie Technologieentwicklungs- und Informationsmanagement in Berlin, dessen Produkt We Find for Portals in das Angebot integriert wurde. Mittels We Find werden die redaktionellen Inhalte vollautomatisch ergänzt um die themenbezogene Anzeige von passenden Blogbeiträgen, Tweets und Wikipedia-Inhalten. bn
- Digital 6. November 2009: DuMont macht Netzeitung dicht
Konstantin sagte am 05.01.2010 um 18:54
Netzeitung ADe - Content-Fastfood ok?
Nun hat es DuMont also geschafft. Eine inhaltlich attraktive und gut recherchierte Seite durch einen "automtisierten Content-Aggregator" zu ersetzen. Auch in der Medienwelt der DuMonts hält Fastfood-Journalismus Einzug. Ich als treuer Leser der Netzeitung werde nun dieses Angebot nicht mehr in Anspruch nehmen. Zuerst mal ist mir ein Angebot wichtig, welches von Redakteuren betreut und recherchiert wurde. Dann stellt sich mir die Frage, warum ich die Kopie netzeitung.de mit Klicks versorgen soll, wenn ich das gleiche auch bei nachrichten.de bekommen kann???!!!! Und zum Schluß muß ich sagen, dass es mir um die netzeitung in der alten Form und die von DuMont entlassenen Redekteure sehr leid tut. DuMont hätte gut daran getan, in die netzeitung zu investieren und sich somit das KnowHow und die Kreativität der Mitarbeiter zu sichern. Aber wie schon gesagt... Content-Fastfood gehört wohl ab jetzt zum Standardgericht auf der DuMont Speisekarte. Zum Schluß noch ein großes Lob an Frau Springensguth. Dass sie es tatsächlich schaft, diesen Mist auch noch schön zu reden....alle Achtung. Da gehört schon ein großes Stückchen Weltfremdheit dazu.
skymex sagte am 07.01.2010 um 10:28
Schlimmer geht`s nimmer!
Ich kannn mich meinem Vorredner nur anschließen! Es ist sehr bedauerndswert, dass man die "Netzeitung" eingestellt hat! Das die Du Mont Gruppe keine Ahnung von atraktiven Onlineangeboten hat, sieht man an der Onlineausgabe des KSTA! Ich hatte ihn als Onlineabo und habe direkt wieder gekündigt. Es gelingt Ihnen einfach nicht die Inhalte der gut gemachten "Papierausgabe" online umzusetzen. Weil man das nicht kann setzt man auf das automatische Sammeln von Nachrichten, super..... DuMont hätte lieber die Onlineausgabe des KSTA einstellen und dafür die Netzeitung weiter laufen lasssen sollen, mit der Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter. Danke liebe Netzeitung für die tollen Jahre!!!
Joachim sagte am 07.01.2010 um 11:21
Wirklich sooooo schlimm?
Was machen Redakteure eigentlich den ganzen Tag? Sie lesen 1. Meldungen, 2. recherchieren für Artikel, 3. schreiben Artikel und 4. aggregieren diese zu einer Zeitung. Was ist aber so schlecht, wenn man 1, 2, und 3. von anderen Verlagen machen lässt? Sind diese anderen Redakteure so viel schlechter? Oder werden Sie nur dann schlechter, wenn man 4. automatisiert? Gibt es also einen echten Zusammenhang zwischen 1,2,3 und 4? Bei aller Aufregung. Lassen Sie alle mal die Logik wirken. Dann ist das Modell überhaupt nicht so schlecht. Es sichert über die Content-Vergütung auch die Rentabilität derer, die dann in den anderen Verlagen für 1,2,3 verantwortlich sind. Und die Rentabilität hat Auswirkungen auf Zeit zur Recherche, Qualität der Arbeit und Sicherheit der Arbeitsplätze dort. Also? Zu Ende denken ist angesagt. Dann ist das Modell halb so wild.
Konstantin sagte am 07.01.2010 um 18:35
Ja, wirklich sooooooo schlimm!!!
Gut gebrüllt lieber Joachim. Man könnte fast die Vermutung haben, sie arbeiten bei oder für DuMont :) Nehmen wir also mal ihre These auseinander. Die Punkte 1-3 kann man mal so stehen lassen, muß sie jedoch ergänzen. Mit dem Schreiben eines Artikels geben Redakteure diesem eine/ihre persönliche Handschrift. Jeder Verlag (ob Print oder Online) sucht sich ja auch Redakteure, die dem "Verlagsschreibstil" entsprechen, damit die Produkte ein entsprechendes Profil bekommen. Dies macht ja den großen Unterschied zwischen den einzelnen Objekten aus. Generell steht doch in fast allen Produkten (z.B. Zeitungen) zum Thema Bundespolitik faktisch das selbe. Zitate von Politikern oder Statisktiken. Und nun kommt der einzelne Redakteur ins Spiel. Er wichtet Aussagen, kommentiert, oder recherchiert Hintergründe. Dies macht nunmal jeder anders. Wenn ich also als aggregiertes Onlineangebot nur die Suppe aufwärme, die andere Kochen, habe ich definitiv KEIN EIGENES PROFIL mehr. Bin also eigentlich wertlos. Nehmen wir nochmal Joachims These und wenden sie auf ein Restaurant an. Hier wäre der Aufschrei doch groß, wenn ich ein 3-Gänge-Menü esse und mir dann einer sagt, dass alles was ich auf dem Teller hatte aus den umliegenden Restaurants zusammengekauft wurde. Die anderen Köche sind gewiss nicht weniger Wert und machen ihre Sache bestimmt auch sehr gut, nur erwartet man, dass das Essen im Restaurant von EIGENEN Köchen zubereitet wird. Das heißt für mich, dass egal was ich vor mir habe (Zeitung oder Onlinenagebot): Ich lege Wert darauf, dass der mir angebotene Content ein eigenes Produkt ist und nicht schon durch X Zeitungen gegangen oder auf X Internetseiten verteilt wurde. Und bei der News-Suche kann auch hin und wieder Google helfen. Da brauche ich keinen 2412. News-Aggregator!!!!!!
K. Bosse sagte am 09.01.2010 um 05:20
Sehr enttäuschend
Die Netzeitung gehörte bis Ende letzten Jahres zu meinen bevorzugten Quellen für die aktuellen Nachrichten aus aller Welt. Dies ist das letzte Mal, dass ich diese Seite aufrufen werde, und das auch nur, um meiner Enttäuschung über die Entlassung eines sehr kompetenten Teams von Mitarbeitern und die Automatisierung Ausdruck zu verleihen. Ich bezweifele zwar, dass irgendjemand von den Verantwortlichen diesen Beitrag lesen wird, aber ganz ohne Kommentar wollte ich die Sache auch nicht auf sich beruhen lassen. Wenn ich Roboter mit der Suche nach "News" beauftragen will, bemühe ich von nun an Google oder rufe ausländische Portale auf. Für "Editorials" und journalistische Echt-Beiträge im deutschen Sprachraum werde ich ab sofort wohl oder übel wieder auf Printmedien zurückgreifen müssen. Das ist kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt. Ich hoffe, die Netzeitung wird wegen Nichtbenutzung baldigst einen stillen Tod sterben.
Schmidt sagte am 10.01.2010 um 11:55
Mit freundlichen Grüßen
Auch ich habe nach etlichen Jahren treuen Lesens die netzeitung aus den Links genommen. Man muß sich wirklich fragen, welche geistigen Größen in welchem Clientel-Sumpf eroiert haben, daß die Welt ein weiteres automatisiertes Nachrichtenportal braucht. Im Gegenteil, jahrelang war ich auch zahlender Abonnent der netzteitung, und wäre auch jederzeit bereit gewesen, 10, 15 oder auch 20 Euro/Monat dafür zu bezahlen. Die erste Fehlentwicklung war, das werbefreie Bezahlabo abzuschaffen - schon darüber habe ich mich sehr geärgert. Fleissige Internet-Nutzer können erstaunlicherweise die Ads schon optisch und gedanklich ausfiltern, das Phänomen hat sich in etlichen Gesprächen schon bestätigt - die Werbe-Hype im Internet ist eh schon gestorben, damit erreicht man eh nur noch eine Schicht, die vielleicht auch noch für Werbung im VideoText empfänglich sind, aber kein zahlungskräftiges und -williges Publikum. Qualität statt Quantität, und das nicht umsonst, denn das widerspricht sich schon selbst. Wer das immernoch nicht erkannt hat soll in der Bedeutungslosigkeit des digitalen Sumpfes verschwinden. Keine Zitate in anderen Medien aus der netzeitung mehr, nur noch zusammengewürfelter Durchfall aus anderen ebenso seichten Medien - herzlichen Glückwunsch. MfG
Michael sagte am 11.01.2010 um 11:18
Verdrängungswettbewerb par excellence
Hallo, das ist was wieder eine Form von Verdrängungswettbewerb dem ich keinster Weise gut heissen kann. Ich habe die Netzeitung füher oft und gerne gelesen. Da netzeitung.de in der heutigen Form nur ein Abklasch von nachrichten.de ist, werde ich dies nicht weiter unterstützen. Da kann ich ja gleich die entsprechende Seite aufrufen. Warum also netzeitung.de noch ? Ich denke so geht es vielen und es ist nur ein Frage der Zeit wann die Seite ganz eingestellt wird. Warum auch nicht, es wäre nicht schade drum.
Joachim sagte am 11.01.2010 um 13:43
Guter Content nur im Sterne-Restaurant?
Konstantin möchte also aus jeder Zeitung ein Sterne-Restaurant machen. Das kann ja teuer werden. Und wer geht dort dann essen? Vielleicht sollte Konstantin mal die breitentaugliche Medienberichterstattung mit einer ordentlichen Kantine vergleichen. Das wäre näher dran. Und dann relativieren sich auch die gemachten Äusserungen. Dann wäre das Sterne-Restaurant z.B. ein Wochen- oder Monatsmagazin, und die Kantine die Tageszeitung. Mit anderen Worten. Nicht jeder Leser (ich würde mal behaupten, sogar die große Mehrheit der Leser) erwartet täglich eben gerade nicht den individuell vom Redakteur gewichteten Content, sondern möchte (nur) umfassend und vor allem aktuell sachlich und objektiv informiert sein(resp. gut ernährt werden) ... zu geringen Kosten ... und sich die Meinung selbst bilden. Und mehrere Artikel von verschiedenen Redakteuren zum gleichen Thema in einem Online-Portal zu haben, ist da nur förderlich. Also ich wiederhole mich. Zu Ende denken ist angesagt. Dann ist das Modell halb so wild. Gute Journalisten differenzieren. Gute Journalisten finden Vergleiche, die passen. Damit es jeder leicht aber auch objektiv richtig versteht.
Konstantin sagte am 12.01.2010 um 09:30
Qualität statt zusammengewürfelter Quantität
Es tut mir leid für Joachim, dass in seiner Kantine nur Fertiggerichte aufgewärmt werden :). In meiner (und das meinte ich) wird gekocht...von EIGENEN KÖCHEN.....! Das macht den Unterschied! Es scheint mir aber, dass Joachim ein Verfechter von eher minderwertigem Massencontent ist. Ich hingegen stehe auf dem Standpunkt, dass nur Qualität sich langfristig durchsetzt. Schau dir mal viele Produkte aus China an. Die werden zum Teil billig produziert und hier billig auf den Markt geworfen. Also massentauglich. Viele Menschen kaufen die Produkte. Anschließend stellen sie fest, dass die Dinge gar nicht das halten, was man gedacht hat. Sie werden also nicht nochmal zugreifen, sondern sich an höherer Qualität orientieren und dafür lieber etwas mehr ausgeben. Das Qualitätsdenken hat auch etwas mit Nachhaltigkeit zu tun. Klar bringt Massenkonsum kurzfristig gedacht erst mal Punkte. Für eine dauerhafte Bindung eines Lesers an ein Medium (Print oder Online) allerdings nicht. Die Menschen sind nicht so oberflächlich, wie manche Medien es gern hätten, um viel zu verkaufen. Ok...Stopp...Einwand. Es gibt da auch noch die Bild-Zeitung, die ja nicht gerade für ausschließlich hochwertigen Qualitätsjournalismus steht. Und sie wird viel gelesen. Auch richtig. Aber muß ich deswegen einen Anspruch an Qualität reduzieren um dieses Modell zu kopieren. NEIN!!!!!!! Ich werde mit meiner Kopie bestimmt keinen engefleischten Leser abwerben können. Ein eigenes Profil macht mich am Markt stärker. Lieber ein gutes Original als eine schlechte Kopie von der Kopie der Kopie.
Schmidt sagte am 12.01.2010 um 09:38
@Joachim
Schade, Herr Joachim. Von anderen das "zu Ende denken" fordern, und selbst auf halber Strecke liegenbleiben...wen interessiert noch ein "Magazin", in einer Zeit, in der die gedruckte Tageszeitung schon veraltet ist? Da spricht selbst wohl ein Kantinen-Esser, der davon ausgeht, dass Kantinen-Essen die "Norm" ist. Jeden Tag mit ungefilterten, unkritischen und redaktionell nicht überarbeiteten Themen überschüttet zu werden fördert die Verblödung des Pöbels..hier werden Meinungen geformt, indem man die gleiche Sch... jeden Tag und an jeder Stelle serviert bekommt. Lustige Beispiele wie Schweinegrippe, deren Impfung und Weltuntergang im Schnee gibt es zuhauf. Ergo gilt es die Qualität der Informationen zu erhöhen, und das *selbstverständlich* nicht umsonst. Dafür IST ein Klientel vorhanden, und es wird zum Glück langsam wieder größer..die "alles umsonst"-Fraktion kann ruhig beim Kantinen-Essen verbleiben, bei "ich bin doch nicht blöd" zuschlagen, davon träumen, als "Superstar" endlich gefunden zu werden oder sonstwas, jedem halt seinen Horizont. Aber da auch die Auflagen bei den MeinungsBILDern zurückgehen, besteht noch die Hoffnung, dass die negativen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte doch noch reversibel ist, und ein erträgliches Maß an Gesamtintelligenz wieder zum Vorschein kommt. Genau dazu würden kritische und (hoffentlich ;)) redaktionell bearbeitete, tägliche Informationen beitragen. Auf jeden Fall mehr als der tagtägliche Wiederkau z.T. wohl auch gesteuerter Nachrichten aus fragwürdigen Quellen. MfG
Joachim sagte am 12.01.2010 um 10:53
Danke für die Zustimmung - Doch dann! Was ist Wunsch und was ist Wirklichkeit?
an Schmidt und an Konstantin. Na also. Es geht doch. Sie unterscheiden in beiden Kommentaren also auch zwischen Massenkonsum-Content und dem, was man wohl als Qualitäts-Content bezeichnen könnte. Massen-Content erreicht viele. Viele wollen das. Viele sitzen auch täglich weit über 4 Std. vorm Fernsehen. Auch dort werden die Dinge massentauglich, also meist nur plakativ und einfach gemacht. Was Sie gesellschaftskritisch sagen, wenn die große Mehrheit nicht mehr reflektiert, sondern nur noch billigst und einheitlichen Content konsumiert. Damit haben Sie sicher recht. Aber leider ist die Veränderung dieses Phänomens reines Wunschdenken. Mit hohen journalistischen Anspruch erreichen Sie die große Mehrheit oft eben gerade nicht. Das ist vielen viel zu komplex. Leider. Aber das ist die Realität. Und dieser sollten Sie sich in den Diskussionen um journalistischen Content und dessen Verarbeitung und Aufbereitung auch stellen. Zu sagen, das ist zwar der Wunsch der Mehrheit, aber ich will das anders. Weil anders besser ist. Aber nur die wenigsten wollen das verstehen und einsehen. Das hilft nicht weiter. Mit Ihren Vorstellungen laufen Sie Gefahr, Journalismus von der großen Masse zu entfernen. Das kommerzielle Ergebnis wären sinkende Auflagen- resp. Internetbesucherzahlen. Mit reinem hintergründigem Qualitäts-Content wäre Journalismus bald nur noch für eine interessierte Minderheit da, nennen wir es geistige Elite. Im Grunde propagieren Sie das. Aber wollen Sie das? Vielleicht ist das sogar die große Chance für eine echte Wiedergeburt der journalistischen Hintergrund-Kommentare. Vielleicht ist das das Geschäftsmodell, Massenjournalismus auf der einen Seite und dann für jeden Massen-Content korrespondierende Kommentare. Vielleicht werden diese guten Kommentare aus guter journalistischer Feder dann ganz anders bepreist und vergütet als der Massencontent. Dann würden Qualitätsjournalisten sogar davon profitieren. Gut? Mir gefällt es.
Ohjemineh sagte am 12.01.2010 um 12:43
@Joachim
Äh, kann es sein, dass Sie sich dem Thema gerade erstmalig gedanklich nähern? Anders kann ich mir Ihre rätselhaften Einlassungen jedenfalls nicht erklären. Auch das niveauarme Prolo-TV-Programm, nach dem ihrer Meinung der Pöbel giert, wird von Redakteuren gestaltet, geplant und verantwortet ? nicht von Content-Aggregatoren. Es geht hier doch nicht um irgendwelche nicht finanzierbaren elitären Interessen, sondern um die grundlegenden Aufgaben des Journalismus: Und dazu gehört neben dem Sammeln auch das Bewerten von Informationen. Oder glauben Sie tatsächlich, dass "Nachrichten" einfach so passieren und dann nur noch verbreitet werden müssen? Dann vergleichen Sie doch in einem ersten Schritt einmal, wie ein und die selbe "Nachricht" in der Bild-Zeitung, der FAZ, dem Handelsblatt, der "Jungen Welt" und, wasweißich, "Fox News" dargestellt wird. Sie werden feststellen, dass es hier minimale bis deutliche Unterschiede gibt. Wenn Sie sich dann auch noch vergegenwärtigen, dass sich selbst Augenzeugen von Ereignissen in deren Bewertung selten hundertprozentig einig sind, wird auch ihnen dämmern: Selbst die um größtmögliche Objektivität bemühte Darstellung der Wirklichkeit beinhaltet zwangsläufig eine Interpretation dieser Wirklichkeit. Gerade deshalb ist journalistische Vielfalt, sind viele unterschiedliche Redaktionen und ihre Arbeit so wichtig für die Meinungsbildung.Weitere Nachrichten aus Digital vom 04.01.2010:
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