29.01.2010
Kommentar
iPad: Warum das Apple-Produkt die Medienindustrie verändern wird
Das iPad ist nicht Multitasking-fähig und unterstützt kein Flash - das ist ein Witz, leider ein schlechter. Einen Tag nach der iPad-Präsentation ist es Zeit, Zwischenbilanz zu ziehen. Der ganz große Wurf ist das neue Wunderding aus dem Hause Apple - leider - nicht geworden. Dennoch: Der Tablet-PC von Steve Jobs könnte - trotz der frappierenden Schwächen - der Anfang vom Ende des stationären PC sein. 3 Gründe, warum das iPad unser Verständnis und Verhältnis zu Medien verändern wird - zumindest das iPad der nächsten Generation.#ZZ#1. Das iPad ist der große Bruder des iPhone
Das Revolutionäre am iPhone ist nicht, dass ein Telefon Multimedia kann, sondern dass ein handliches Multimedia-Gerät sich auch zum Telefonieren eignet. Das iPhone und der iPod Touch haben als kleinformatige Computer Aufgaben übernommen, die, wie der Wissenschaftsjournalist Nicholas Carr schreibt, „früher spezielle Technologien übernahmen - Fernseher, Stereoanlagen, Telefone, Zeitungen, Bücher." Aufgrund der Größe wird Multimedialität auf dem iPad viel spektakulärer erlebbar als auf dem vergleichsweise kleinen Display des iPhone.
Eigentlich ist das iPad das ideale Gerät für Multitasking: Ein großes Display, um sich Filme anzuschauen, in Zeitungen zu blättern, E-Books zu lesen oder online zu gehen. Also alles das zu machen, wofür man bislang - siehe Punkt 1 - viele unterschiedliche Geräte brauchte. Umso unverständlicher, dass das Gerät nicht Multitasking-fähig ist -für mich der entscheidende Grund, sich kein iPad der ersten Generation zuzulegen. Wenn BBDO-Chef Andrew Robertson eine Präsentation hält, zeigt er gerne das Bild seiner Tochter, die gleichzeitig telefoniert, surft und Fernsehen schaut. Wetten: Im iPad der nächsten Generation(en) wird und muss dies mit einem Gerät möglich sein.
3. Das iPad ermöglicht Medienhäusern neue Geschäfte und neue Medienformate
Nichts gegen die „Bild"-App auf dem Apple-Handy -prickelnder wirken Medien auf einem 9,7-Zoll-Display. Hier kommen Filme, Texte - und Werbung, ganz anders rüber als auf dem Handy. Kein Wunder also, dass die großen US-Medienhäuser, so ist zu hören, mit Feuereifer dabei sind, ihre Medienmarken iPad-fähig zu machen: nicht permanent aktualisierbar wie eine Website, aber viel interaktiver als eine Zeitung. Entscheidend wird auch hier sein, dass das iPad technisch up to date ist und Adobes Flash-Format unterstützt: Ohne Flash bleiben viele Websites leer und weil Digitalwerbung oft Flash-basiert ist, wird der iPad nur mit Flashwerbung ernstzunehmende Werbeplattform. Nicht nur wegen der Standards ist der neue Apple-Computer eine, wie es so schön heißt, „Herausforderung" für Medien und Marken. IDenn der Kampf um die Aufmerksamkeit der Konsumenten wird sich verschärfen, wenn Menschen einen voll multimedialen, multitaskingfähigen Computer haben, der Fernseher, eMagazine, eBook, Radiostation, Webbrowser, Musiksender und Spielekonsole in einem ist. Bis dahin ist noch etwas hin, aber, wie Nicholas Carr titelt: „Das Zeitalter des PC ist zu Ende". vs
Weitere Nachrichten aus Digital vom 29.01.2010:
iPad: Böse Satire auf Youtube aufgetaucht
iPad-Umfrage: Was erwarten die Werber vom Tablet-PC?
Nachrichten
- 16:21 Investigativ-Team des "Stern" macht sich im Internet transparent
- 13:00 TNS-Studie: Strategie vor Technik im Social Web
- 11:04 Internetagentur-Ranking 2012: BVDW eröffnet Bewerbungsphase
- 08:00 Discovery launcht Reiseportal auch in Deutschland
- 18:28 Jetzt downloaden: HORIZONT for iPad mit Geschichten zu Super Bowl, Leslie Mandoki, TUI und Pernod Ricard
- alle Nachrichten
HORIZONT auf Facebook
Leserfavoriten
Neueste Leserkommentare
TV: Comdirect Bank
Clauidia & Andrea: Kinder
TV: Wick Blau
Peter Suter: Wick Blau
TV: Comdirect Bank
Kinderriegel: Angenehm zurückhaltend
HORIZONTJobs
Aktuelle Etats
- 16. Januar 2012 HTC, HKS13
- 19. Januar 2012 Mobilcom-Debitel, Grabarz & Partner
- 18. Januar 2012 Lorenz, Starcom
Off the record
Facebook: Die ausgelutschte Privatsphäre
Facebook tritt dem Branchenverband Bitkom bei, eine App namens Lollipop zeigt als Halloween-Scherz wie unsere Daten ausgelutscht wreden können. Eine gute Gelegenheit für eine Timeline, die das Schwinden der Privatsphäre bei Facebook aufzeigt. weiterlesen
Off-the-Record als RSS-Feed
Facebook tritt dem Branchenverband Bitkom bei, eine App namens Lollipop zeigt als Halloween-Scherz wie unsere Daten ausgelutscht wreden können. Eine gute Gelegenheit für eine Timeline, die das Schwinden der Privatsphäre bei Facebook aufzeigt. weiterlesen
Off-the-Record als RSS-Feed
News-Archiv









