Prognose
27.05.2010
iPad: Marktforscher rechnen 2010 mit 500.000 verkauften Apple-Tablets in Deutschland
Am Freitag startet hierzulande der Verkauf von Apples iPad. Bis Ende des Jahres werden voraussichtlich eine halbe Millionen Exemplare des Tablet-Computers über die Ladentheke gehen. Das geht aus einer Studie des Statistik-Portals Statista hervor.
Der Umsatz mit E-Books, E-Papern und Apps wird von Statista auf 16 Millionen Euro allein in diesem Jahr geschätzt. Dabei werden Software und Spiele den größten Umsatz erzielen. Die Studie stützt zudem die Hoffnung der Verlage, dass das iPad der mit sinkenden Werbeerlösen kämpfenden Branche neue Erlöschancen eröffnet. Statista erwartet, dass iPad-Besitzer im Schnitt sechs Euro pro Monat für elektronische Bücher oder Zeitschriften ausgeben werden. Das Marktvolumen werde bereits im kommenden Jahr bei rund 40 Millionen Euro liegen. Dabei werden allerdings die Buchverlage stärker profitieren als Zeitschriften und Zeitungshäuser, da E-Paper und E-Magazines mit dem umfangreichen kostenlosen Angebot im Internet konkurrieren müssen.
75 Prozent der Befragten zeigen eine generelle Zahlungsbereitschaft für elektronische Zeitschriften. Unter den zukünftigen iPad-Besichtzern sind sogar 9 von zehn Nutzern bereit, für Inhalte zu bezahlen. "Unsere Studie zeigt, dass gerade die kaufkräftige Zielgruppe der iPad-Käufer bereit ist, exklusive journalistische Inhalte im Internet zu kaufen", sagt Friedrich Schwandt, Geschäftsführer von Statista. "E-Books sind naturgemäß im Vorteil, weil sie nicht einen Klick weiter kostenlos geladen werden können."
Die Hochrechnungen der iPad-Studie basieren auf Erhebungsdaten des Hamburger Markt- und Trendforschungsinstituts Ears and Eyes vom April 2010, für die 1.000 Personen befragt wurden. In Kooperation mit HORIZONT.NET bietet Statista auf HORIZONTstats Zugriff auf aktuelle Statistiken aus Marketing, Werbung und Medien aus über 500 Quellen. dh
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