HORIZONT.NET
04.02.2008

Übernahme

von Marco Saal,
Ressortleiter HORIZONT.NET

Yahoo sucht Alternativen zu Microsoft


Yahoo-Chef Jerry Yang kann sich nicht wirklich mit Microsoft anfreunden 

Yahoo-Chef Jerry Yang kann sich nicht wirklich mit Microsoft anfreunden

Die am vergangenen Freitag von Microsoft angekündigte Übernahme von
Yahoo stößt bei dem angeschlagenen Portal- und Suchanbieter nicht gerade auf Gegenliebe. Yahoo kündigt zwar an, die 44,6 Milliarden Dollar schwere Offerte des Softwareriesen eingehend prüfen zu wollen. Allerdings will die Führung des Portalbetreibers um CEO Jerry Yang gleichzeitig nach strategischen Alternativen suchen.
 
Die Erhaltung von Yahoo als eigenständiges Unternehmen wird dabei explizit als eine der möglichen Alternativen genannt. Dennoch gilt ein Verkauf von Yahoo als wahrscheinlich: Auch anderen Unternehmen, unter anderem dem Medienkonzern News Corp von Rupert Murdoch sowie Viacom und General Electric, wird Interesse an dem Portal nachgesagt.
 
Unterdessen meldet sich im Übernahmepoker auch Wettbewerber Google zu Wort. Der Suchmaschinenprimus, dessen Übermacht im Onlinewerbemarkt Microsoft gemeinsam mit Yahoo brechen will, warnt vor den Folgen einer feindlichen Übernahme von Yahoo durch Microsoft. David Drummond, Senior Vice President Corporate Development und Chief Legal Officer, sieht die Gefahr, dass Microsoft im Internetmarkt einen ähnlich "unangemessenen und illegalen Einfluss" erlangen könnte wie im PC-Markt - und erinnert im Google-Blog an die zahlreichen "rechtlichen und regulatorischen Verstöße" von Microsoft.
 
Erst im September 2007 hatte das Europäische Gericht in erster Instanz eine von der EU-Kommission im Jahr 2004 gegen Microsoft verhängte Geldstrafe von von 497 Millionen Euro bestätigt. Das Urteil wurde damit begründet, dass die Integration von Anwendungsprogrammen in das Betriebssystem Windows die Wettbewerbschancen von konkurrierenden Anbietern beeinträchtige.

Weitere Nachrichten aus Digital vom 04.02.2008:

Wal-Mart investiert in Onlinehandel
E-Circle startet Adress-Generierungsplattform
Elephant Seven hübscht Werther's Original USA auf

Zur Übersicht
Lesezeichen hinzufügen bei
Mister Wong Yahoo MyWeb BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Link Arena Yigg Web News OneView
Neueste Leserkommentare

Nachrichten: EU Parlament fordert hausfrauenfreie TV-Werbung
Werbinator: Ja, ist denn schon wieder...

Nachrichten: Spot-Premiere: T-Mobile auf den Spuren von Paul Potts
Paul: Sehr gut!

Nachrichten: EU Parlament fordert hausfrauenfreie TV-Werbung
Helgerianer: Wie Satire zur Wirklichkeit wird

HORIZONTJobs
Stellenmarkt

2.506 Stellenangebote und 417 Bewerberprofile

Off the record
offtherecord.jpg
Bayern München führt bei Twitter
Beim Microblogging-Dienst Twitter sind auch bereits einige Bundesliga-Vereine mit einem Twitter-Account vertreten. Bayern München belegt dabei den Spitzenplatz mit den meisten Followern (Fans) aller Bundesliga-Clubs. Auf Platz 2 folgt Hannover 96 vor Schalke 04. Die Bundesliga-Mannschaften twittern aber in der Regel nicht selbst. Stattdessen twittern die Fans unter dem Logo ihres Clubs.
Top-Suchbegriffe der letzten 24 Stunden
Aktuelle Etats
HORIZONT Print
Seite1_klein.jpg
HORIZONT 36/2008 vom 04.09.2008
Das Top-Thema der Woche: Boris Schramm, Managing Director bei Group M und damit einer der einflussreichsten Mediaplaner der Republik, geht auf Konfrontationskurs zu Verlagen, die mit Pocketausgaben, Bundles und anderen Maßnahmen gegen den allgemeinen Auflagenrückgang ankämpfen.
Zum Inhalt
Infos zum Abo